Kinostarts am 30.07.2020

Die Kinobranche hat sich in dieser Woche nicht von der besten Seite gezeigt. Viele Starts wurden weiter verschoben und ins kommende Jahr verlegt. In dieser Woche kommt dann die Quittung, denn die Neustarts sind spärlich… Stattdessen werden Filme wie „Otto der Film“ wieder aufgeführt! Das macht mich traurig… dennoch, hier die Kinostarts am 30.07.2020:

SHARK´s Kinotipp der Woche

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Story

Scott (Pete Davidson) war erst sieben Jahre alt, als sein Vater bei einem Einsatz als Feuerwehrmann ums Leben gekommen ist. Inzwischen ist er Mitte Zwanzig und hat im Leben nicht viel erreicht – sein Traum von einer Karriere als Tattoo-Künstler scheint in weiter Ferne zu liegen. Während seine ambitionierte jüngere Schwester (Maude Apatow, Euphoria) aufs College geht, wohnt Scott noch immer bei seiner überarbeiteten Mutter (Oscar®-Gewinnerin Marisa Tomei). Sein Alltag besteht aus dem Konsum nicht immer legaler Substanzen, Abhängen mit seinen ebenso verpeilten Freunden und gelegentlichen Sex-Dates mit seiner Kindheitsfreundin Kelsey (Bel Powley, White Boy Rick). Doch als seine Mutter beginnt, einen großmäuligen Feuerwehrmann (Bill Burr, F Is for Family) zu daten, löst das eine Kette von Ereignissen aus, die Scott zwingen, sich seiner Vergangenheit zu stellen und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

SHARK´s Filmreview:

Ein Lichtblick am Kinohimmel! „The King of Staten Island“ ist einer von drei Filmen, die in dieser Woche neu an den Start gehen und vermutlich auch der einzige mit der Qualität eines publikumsanziehenden Charakters.

Wie man aus meinem obigen Satz herauslesen kann, ist der Film zwar durchaus sehenswert, doch hat er so seine Haken. Die Geschichte des jungen Scott ist sehr vom Tod des Vaters beeinflusst, der als Feuerwehrmann bei einer Rettungsaktion ums Leben kam. Das es ein Feuerwehreinsatz war, hat in den USA eine deutlich höhere Bedeutung als bei uns. Dort sind die Firefighter echte Volkshelden, was man hier (leider) nicht so sieht. Die Schauspielleistung ist ohne Frage in keiner Weise zu kritisieren und kann voll und ganz überzeugen. Die Story hingegen ist insgesamt aber einfach zu lahm und an vielen Stellen zu nichtssagend. Ein Junge, der zu Hause lebt und nichts so richtig auf die Kette bekommt… Davon kenne ich einige und das ist gar keine ganz große Besonderheit. Dazu kommt, dass der Film mit seinen 137 Minuten mal wieder viel zu lang ist und mindestens 37 davon überflüssig sind.

Der Film ist als Komödie offiziell angekündigt, allerdings sehe ich ihn nicht als eine solche. Für mich ist das ein Gesellschaftsdrama, wo sicherlich gelegentlich auch mal ein Lacher vorkommt, doch macht es das nicht gleich zur Komödie. Das Verständnis für den Film kommt nur dann auf, wenn man sich in die Situation des Hauptdarstellers hineindenken kann und derartige Situationen nicht fremd sind.

In einem Satz:

„The King of Staten Island“ ist ein Film, für den man sich Zeit nehmen muss und der in seiner Art zwar ganz nett ist, doch den Blockbuster-Status nicht erreichen kann.

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Weitere Kinostarts am 30.07.2020

Story:

Die Psychologin Selma (Golshifteh Farahani) hat einen wahnwitzigen Plan: Sie will in ihr Heimatland Tunesien zurückkehren, um dort eine Praxis für Psychotherapie zu eröffnen. Das Vorhaben der selbstbewussten Französin stößt erst einmal auf Skepsis und Widerstand – aber auch auf sehr großes Interesse. Denn der Redebedarf der tunesischen Bevölkerung ist in den Jahren nach der Revolution enorm. Weil die bürokratischen Mühlen langsam mahlen, empfängt Selma ihre gesprächigen Kunden auf dem Dach eines Wohnhauses in Tunis. Die Kuriositäten und bunten Charaktere der alten Heimat begegnen ihr jedoch längst nicht nur in den therapeutischen Sitzungen. Und so trifft sie unter anderem auf eine hochemotionale Beautysalon-Besitzerin mit Mutterkomplexen, einen depressiven Imam, einen Mann mit politisch-erotischen Träumen, einen mysteriösen Fremden mit freudschen Zügen, einen übermoralischen Polizisten und auf ihre feministische Nichte, der ihr Kopftuch nach einem missglückten Friseur-Besuch gerade recht kommt…

SHARK´s Filmreview:

Ein französischer Film mit einem arabischen Hintergrund – „Auf der Couch in Tunis“ spielt mit vielen Klischees und bietet eine nicht alltägliche Geschichte. Nicht gerade ein Thema, was die Massen ins Kino ziehen wird, aber ich denke dafür ist er auch gar nicht produziert worden. Es ist irgendwie nicht so richtig Drama, aber auch nicht unbedingt Komödie… eher so zwischendrin. Ansage hätten ihn in den 80er Jahren als französischen Spielfilm angekündigt.

Die deutsche Synchronisierung enttäuscht mich bei diesem Film sehr. Größtenteils ist es ein emotionsloses Geschwafel, bei dem es schwer ist aufmerksam zu bleiben. Die Hauptdarstellerin Golshifteh Farahani nimmt die zentrale und dominierende Figur im Film ein und alle weiteren Darsteller verfügen über keine nennenswerte Strahlkraft.

Ich würde den Film allerdings nicht als schlecht oder nicht gelungen ansehen, denn für sein Publikum und seine Zielgruppe wird es ein unterhaltsames Kinoerlebnis werden.

In einem Satz:

Belangloser französischer Spielfilm mit wenig Höhepunkten außer der attraktiven Hauptdarstellerin.

Story:

Auf der Suche nach einem alten finnischen Freund reist der chinesische Koch Cheng in ein abgelegenes Dorf in Lappland. Bei der Ankunft scheint niemand dort seinen Freund zu kennen, aber die lokale Cafébesitzerin Sirkka bietet ihm eine Unterkunft an. Im Gegenzug hilft Cheng ihr in der Küche und bald werden die Einheimischen mit den Köstlichkeiten der chinesischen Küche überrascht. Cheng findet trotz kultureller Unterschiede schnell Anerkennung und neue Freunde unter den Finnen. Als sein Touristenvisum abläuft, schmieden die Dorfbewohner einen Plan, der ihm helfen soll zu bleiben …

SHARK´s Filmreview:

Master WER ind WO? Ah Cheng in PiPaPo! Ist das wirklich ernst gemeint? Ich würde mich gern mal an die Kinokasse setzen und lauschen, wie die Besucher Tickets für diesen Film kaufen.  Bestimmt ein lustiges Ereignis, allerdings bezweifele ich, dass überhaupt jemand für diesen Film den Weg auf sich nimmt.

In dieser amerikanischen Komödie geht es um das Leben, die Liebe und um Veränderungen. Das klingt erstmal gar nicht so schlecht und im Gegensatz zum fast unaussprechlichen Titel, ist die Story eher leicht verdaulich. Keine megagroßen Gefühle, keine krassen Schicksalsschläge! Ein Feelgood-Movie, das sich langsam und stetig steigert und am Ende durchaus als netter Film für nebenbei durchgehen kann. Ehrlich gesagt habe ich nicht mehr erwartet… aber zumindest das bekommen, was ich mir im Vorfeld schon dachte!

In einem Satz:

Einfaches Feel-Good-Kinoerlebnis ohne Überraschungen und mit vorhersehbarer Geschichte.

Story:
Das 8-jährige Mädchen Sofia lebt bei ihrem Vater Djibi. An jedem Abend erfindet er eine Gute-Nacht-Geschichte in der er der Held und das Mädchen die Prinzessin ist. Als Sofia schließlich in das Schulkindalter kommt, braucht sie die Geschichten nicht mehr und entfernt sich langsam von ihrem Dad. Eine Herausforderung für die imaginäre Welt.

SHARK´s Shortreview:
Den Film habe ich nicht gesehen. Es gibt auch keinen deutschen Trailer und man kann nicht viel darüber erfahren.

Story:

Eine junge Familie adoptiert den rumänischen Straßenhund Cody in die Schweiz. Cody wächst ihr schnell ans Herz, verändert ihr Leben und eröffnet ihr eine neue Welt: das Zusammenleben von Mensch und Tier. Auf der Suche nach den Spuren seiner Vergangenheit erfährt die Familie mehr über das Leben in Rumänien, das Cody hinter sich gelassen hat.

SHARK´s Shortreview:
Eine Hunde-Doku geht immer! Leider habe ich sie noch nicht gesehen.

Weltreise mit Buddha
Story:

In WELTREISE MIT BUDDHA erkundet Regisseur Jesco Puluj frisch und unterhaltsam die verschiedensten Ausprägungen des Buddhismus weltweit. Der junge deutsche Filmemacher reist in seinem Erstlingswerk um die Welt, um buddhistische Mönche und Nonnen zu treffen. Er geht dabei den Fragen nach: Was ist die Essenz des Buddhismus? Woraus schöpft diese Religion ihre tiefe Kraft? Und soll er selbst Buddhist werden?

SHARK´s Shortreview:
Nicht gesehen…

Text: The Shark, jeweiliger Verleih
Fotos: Jeweiliger Verleih, Pixabay
Daten/Infos zu Filmen: Jeweiliger Verleih
Video: YouTube – Copyright: Jeweiliger Verleih – Channel: MovieShark

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