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Wenn mal wieder alles im Leben drunter und drüber läuft, dann braucht man ganz bestimmt keine anstrengenden Mitmenschen um sich herum. So geschieht es aber dem Chauffeur Guillaume Favre in der französischen Komödie „Parfum des Lebens“. Kinostart: 19. August 2021

STORY:

Wenn Chauffeur Guillaume Favre (Grégory Montel) etwas nicht brauchen kann, dann so eine nervige Kundin wie Anne Walberg (Emmanuelle Devos). Guillaume hat schon genug Ärger am Hals – er kämpft nach seiner Scheidung um das gemeinsame Sorgerecht für seine Tochter Léa, und sein Chef Arsène droht ihm mit dem Rausschmiss. Dazu ist Anne seine anstrengendste Kundin seit langem: Sie verströmt Eiseskälte, sagt niemals Bitte oder Danke, behandelt ihn von oben herab. Und trotzdem besteht sie gegenüber Arsène darauf, nur von Guillaume gefahren zu werden… Für Guillaume ist Anne ein Rätsel – und die Jobs, zu denen er sie fährt, sind ebenfalls sehr merkwürdig.

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Daten zum Film:

Komödie
Frankreich, 2020
mit Grégory Montel, Emmanuelle Devos, etc.
Freigegeben ab 6 Jahren*
Laufzeit: Ca. 100 Minuten
Happy Entertainment
OT: „Les Perfums“

*  Der Film ist eigentlich durchgehend nur unterhaltsam und enthält eine Szenen, die nicht auch für jüngere Filmschauer geeignet wären. In Sachen Verständnis würde ich ihn aber eher ab 10 Jahren einsortieren.

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Die Hauptdarsteller:

Emmanuelle Devos
als 
Anne Wahlberg

Grégory  Montel
als 
Guillaume Favre

Darsteller und ihre Rollen:
Emmanuelle Devos: Anne Walberg
Grégory Montel: Guillaume Favre
Zelie Rixhon: Léa Favre
Sergi López: Patrick Ballester
Gustave Kervern: Arsène Pélissier
Pauline Moulène: Jeanne
Lisa Perrio: Lucie
Sacha Bourdo: Gärtner Ranio
u.v.a.

Emmanuelle Devos, geboren 1964 im Pariser Vorort Puteaux, spielt die Auftraggeberin des Chauffeurs. Sie besuchte die renommierte Schauspielschule Cours Florent. Der Durchbruch im Kino gelang ihr 1996 mit ICH UND MEINE LIEBE von Arnaud Desplechin, der ihr ihre erste Nominierung für den französischen Filmpreis César einbrachte. Den César gewann Devos dann 2001 für LIPPENBEKENNTNISSE von Jacques Audiard – und ein weiteres Mal 2009 für DER RETTER. Weitere Nominierungen erhielt sie für ihre Rollen in EIN PERFEKTES LEBEN (2002) und in DAS LEBEN IST SELTSAM (2004). Auch als Bühnenschauspielerin hat sich Emmanuelle Devos einen Namen gemacht. Für ihren Part in Hélène Vincents Inszenierung von Strindbergs „Gläubiger“ am Pariser Théâtre de l’Atelier war sie 2006 für einen Molière, den renommiertesten Theaterpreis Frankreichs, nominiert; 2015 gewann sie ihn für ihre Rolle in Tschechows „Platonov“. In den letzten Jahren spielte sie u. a. beim Theaterfestival von Avignon, am Théâtre Matigny und dem Théâtre Edouard VII in Paris. Zuletzt war Devos Anfang 2020 in David Clavels „L’heure bleue“ zu sehen.

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Grégory Montel spielt Guillaume, den Chauffeur. Geboren 1974 im südfranzösischen Digne-les-Bains, absolvierte er zunächst ein Jurastudium, bevor er am Cours Florent in Paris Schauspiel studierte. Nach ersten Fernsehrollen verhalf ihm sein erster abendfüllender Kinofilm, Grégory Magnes L’AIR DE RIEN, zu einem César. Das Fernsehpublikum kennt Grégory Montel aus zahlreichen Fernsehfilmen und Serienauftritten, vor allem aber aus der Erfolgsserie „Call My Agent!“, die 2015 bei France 2 Premiere hatte und deren vierte Staffel Ende 2020 startet.

Sharks Filmreview

Ich kann mich dem Reiz französischer Komödien einfach nicht entziehen. Sie haben einfach immer einen ganz besonderen Charme, der es auch in den meisten Fällen schafft, mich ausgezeichnet zu unterhalten. In der Tat muss ich hier gestehen, das mir die Schauspieler Davos und Montel nicht wirklich schon einmal bewusst begegnet sind. Wenn ich den Titel lese, habe ich allerdings wenig Vorstellung, was es am Ende mit einer Komödie gemein haben könnte.

„Parfum des Lebens“ ist durchaus an einigen Stellen lustig, was aber nicht zwangsläufig das Genre Komödie begründet. Oft ist es eher die unterschwellige oder auch unfreiwillige Komik, doch ist dieser Film eher das, was ich als einen Spielfilm ohne richtige Zugehörigkeit bezeichnen möchte. Es ist irgendwie ein bisschen Romanze, ein bisschen Drama, ein wenig Tragik und eben gelegentlich humorig. Die Leistung der Hauptdarsteller finde ich hier sehr gelungen und sie konnten mich in der französischen Originalversion überzeugen. Wir am Ende die Synchronisation ausgefallen ist, kann ich hier leider nicht beurteilen. Da der Film weniger über einen aufwendigen Plot, noch überraschende Wendungen verfügt, plätschert er einfach so dahin. An dieser Stelle sei aber klar gesagt, dass es dennoch kein schlechter Film ist. Er ist feinfühlig, leise und eben schön einfach gestrickt.

Sicherlich nicht unbedingt ein Film, den man zwangsläufig im Kino schauen muss. Aber wer den französischen Film mag und durchaus auch mal ein Machwerk ohne die lauten Töne für zwischendurch sehen möchte, dem könnte „Parfum des Lebens“ ausgezeichnet gefallen.

HaiHaiHaiHaiHai

Fazit:

Eine französische Mischung aus Komödie, Drama und Tragik! Sicher nur für Freunde des leisen Films ein Hingucker, aber auf jeden Fall ein durchaus unterhaltsamer Zeitvertreib, wenn man sich des Inhalts bewusst ist.

Text: The Shark, Happy Entertainment
Fotos:  © Happy Entertainment
Daten/Infos: Happy Entertainment, Wikipedia, IMDb
Video: YouTube – Channel: Movie-Shark – Copyright: Happy Entertainment

Der Artikel „Parfum des Lebens“ enthält Werbung!