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Von einem Dämon besessen! In diesem amerikanischen Horrorthriller versucht eine verborgene Gestalt zurück ins Leben zu kommen. Dazu nutzt sie ein kleines unbedarftes Mädchen, das kurz zuvor ihre Mutter verloren hat.  Ab 02. September2021 auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich.

STORY:

In diesem Spiegel wohnt das Grauen! Zwei junge Schwestern kommen nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrer Tante unter. Die unheimliche Frau wohnt allein in einem großen, alten Haus. Alle Spiegel sind bedeckt oder im Keller versteckt. Nicht ohne Grund, wie die Schwestern schnell merken. Unabsichtlich setzen sie einen bösartigen Dämon frei, der bereits ihre Mutter und Tante vor Jahren heimgesucht hat.

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Daten zum Film:

Horror
USA, 2020
mit Addy Miller, Elizabeth Birkner, Jan Broberg, Philip Brodie, etc.
Freigegeben ab 16 Jahren*
Laufzeit: Ca. 86 Minuten (BR)/ Ca. 83 Minuten (DVD)
Tiberius (Sony)
OT: „Behind you“

*  Eine Horrorgeschichte, die natürlich insgesamt ziemlich unreal ist, dennoch aber Platz hat für einige Schreckmomente. Da es sich in Grenzen hält und auch nicht viele brutale Szenen enthalten sind, finde ich eine Einstufung in die Altersstufe ab 16 Jahren gerechtfertigt.

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Die Hauptdarsteller:

Elizabeth Birkner
als 
Claire

Addy Miller
als 
Olivia

Jan Broberg
als 
Beth

Philip Brodie
als 
Charles

Darsteller und ihre Rollen:
Addy Miller: Olivia
Elizabeth Birkner: Claire (Olivias jüngere Schwester)
Jan Broberg: Tante Beth
Philip Brodie: Charles
Aimee-Lynn Chadwick: Camilla
u.a.

Elizabeth Birkner spielt Claire, die jüngere Schwester von Olivia. Die Jungschauspielerin hat bereits in ihren jungen Jahren einen großen Erfolg zu verbuchen und spielte Ilyin in der TV-Serie „The Outpost“ (7 Folgen – 2018 bis 2019). Tatsächlich begann die Laufbahn aber bereits 2017 mit dem Film „Kirtland: America´s Sacred Groud“. „Behind you“ ist die erste große Filmproduktion, in der sie eine Hauptrolle übernehmen darf.

Addy Miller ist die große Schwester von Claire. Neben einem kurzen Auftritt in zwei „The Walking Dead“-Folgen zwischen 2010 und 2017, war sie insbesondere in B-Movies und kleineren Filmen zu Hause. 2016 spielte sie in „Nowhere“ und begann ihre Karriere 2008 mit „Die Bienenhüterin“. Auch für sie ist „Behind you “ ein ganz guter nächster Schritt in Richtung Schauspielerfolg.

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Jan Broberg spielt die mysteriöse und teilweise auch angsteinflößende Tante Beth, bei der Claire und Olivia nach dem Tod ihrer Mutter untergebracht werden. Die aus Idaho, USA stammende Schauspielerin wurde 1962 geboren und hatte ihre erste Rolle im TV-Movie „Belagerung ohne Gnade“. Immer wieder ist sie in kleineren Produktionen, aber auch zwischendurch in einigen Blockbustern als Nebendarstellerin zu finden. Diese sind u.a. „Chasing Bullitt“ (2018), „Iron Man 3“ (2013) und die Serie „Everwood“ (32 Folgen – 2002 bis 2006).

Sharks Filmreview

Ein kleines Mädchen, welches von einem Dämonen besessen wird…!!! Ich kann grad gar nicht aufzählen, wie oft es dieses Thema in Filmen bereits gegeben hat. Zu oft? Das wird sich vermutlich herausstellen, wenn man den Film letztlich gesehen hat. Der Film beginnt mit einem Rückblick in die 70er Jahre, wo der Dämon bereits einmal sein Unwesen um Anwesen trieb. Die Synchronstimmen sind ein absolutes Desaster und ich bin fast schon geneigt, nach wenigen Minuten aufzugeben. Die Soundmischung ist grauenhaft und der Tonfalls bzw. die Akzentuierung der Gesprächsinhalte klingt nach einer emotionslosen digital generierten Stimme. Eine Siri oder Alexa hat das mehr Ausdruck in ihrer Redeweise.

Nachdem der Film dann in die Gegenwart wechselt, werden zumindest die Stimmen besser. Die Story ist eben, wie schon beschrieben, nicht mehr neu und schon oft genug durchgekaut. Alle möglichen Eventualitäten hat man schon mal irgendwo gesehen und so wird „Behind you“ schnell sehr durchschau- und vorhersehbar. Jan Broberg hebt klar das Niveau des Films und es langsam fängt er sich im Laufe der Zeit ein wenig. Es ist zumindest inhaltlich kein Totalausfall, was vielleicht am Anfang zu befürchten war. Nochmal zurück zur Synchronisation… Hier passt zwar die Abstimmung besser, doch muss ich mich ernsthaft fragen, welcher Anfänger die Dialoge aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt hat. Ich könnte mich vorstellen, dass hier ein Google-Übersetzer am Werk war, denn viele Sätze ergeben gar keinen Sinn mehr. Ein Beispiel: Die ältere Schwester fragt: „Was machst du hier“ (Englisch: Why are you here?)  und die kleine Schwester antwortet: „Weil ich Angst habe!“ (Englisch: Because I am afraid!). Dazu kommen noch so richtige Fails, die auch mit viel Wohlwollen nicht mehr tolerierbar sind. Wenn Charles sagt: „Sie war Violonistin“ und meint wohl Violinistin, dann ist das gruseliger als der Film. Zum Glück war es keine Band mit Koboarder, Schlogzeuger und Gitorrist. 🙂

Im englischen Original ist das alles sicherlich noch einigermaßen erträglich, auch wenn es eigentlich alles ein alter Hut ist. Leider hat die Synchronisation, die hoffentlich dem Verleih kein Geld gekostet hat, vollkommen versagt. Wenn euch das alles egal ist, dann kann man ihn maximal als mittelmäßig einstufen, aber zu mehr reicht es einfach nicht.

HaiHaiHaiHai

Fazit:

Eine Story, wie sie schon hunderte Male in Horrorfilmen verarbeitet wurde und dazu eine wirklich katastrophale Synchronisation mit schlechter Übersetzung und falschen Wörtern. Im englischen Original vielleicht gerade Mittelmaß, aber in deutscher Fassung ein Fail.

Hier könnt ihr den Film kaufen oder Streamen:

Text: The Shark, Tiberius (Sony)
Fotos:  © Tiberius (Sony)
Daten/Infos: Tiberius (Sony), Wikipedia, IMDb
Video: YouTube – Channel/Copyright: Tiberius (Sony)

Der Artikel „Behind you“ enthält Werbung!