Lotti oder der etwas andere Heimatfilm

Eigentlich ist es noch gar nicht so lang her, dass „Lotti oder der etwas andere Heimatfilm“ über die Kinoleinwand flimmerte. Es war der erste Film nach dem Corona-Lockdown am 28.05.2020. Nun gibt es dieses außergewöhnliche Werk von Filmemacher Hans-Günther Bücking im Handel. Homevideostart: 25. September 2020

Story:
Lotti Funke (48) kehrt nach zehn Jahren in Wien wieder in ihre alte Heimatstadt Bleicherode in der thüringischen Provinz zurück.Dort wird sie jedoch nicht mit offenen Armen empfangen, was nicht bloß daran liegt, dass sie damals ihre sechsjährige Tochter einfach bei ihrer alten Mutter zurückgelassen hat. Als Paradiesvogel und ehemaliger Pornostar sorgt Lotti mit ihrer forschen und koketten Art für reichlich Getuschel und verdrehte Köpfe. Denn nicht alle Einwohner Bleicherodes sind ihr wohlgesonnen – was es ihr nicht leicht macht, Fuß zu fassen und die zerstörte Beziehung zu ihrer entfremdeten Teenager-Tochter wieder zu flicken.

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Für diese Produktion aus Thüringen verwirklichte eine ganze Stadt den Traum vom eigenen Kinofilm. Eine Liebeserklärung des Regieveteranen und Fassbinder-Kameramanns Hans-Günther Bücking – sowohl an seine Heimat Bleicherode und an seine Frau, Schauspielerin Marion Mitterhammer, welche die titelgebende Hauptrolle verkörpert. Diese schillernde Protagonistin ist umgeben von vielen ebenso schrulligen wie sympathischen Menschen, die wohl den französischen „Sch’tis“ in nichts nachstehen sollen!

Daten zum Film:

Reginalbezogene Komödie von Hans-Günther Bücking
mit Marion Mitterhammer, Bruno Jonas, Thomas Rohmer, etc.
Deutschland 2019
Ca. 87 Minuten (DVD) / Ca. 92 Minuten (BR)
Freigegeben ab 12 Jahren
Verleih: Busch Media Group
(OT: Lotti oder der etwas andere Heimatfilm)

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Die Cast/Darsteller:

Marion Mitterhammer: Lotti
Thomas Rohmer: Rocko Barocks
Bruno Jonas
Joyce Schenke
Jessika Weiß

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Marion Mitterhammer ist gebürtige Österreicherin, Jahrgang 1965, gehört seit vielen Jahren zu den einprägsamsten und eindringlichsten Schauspielerinnen im gesamten deutschsprachigen Raum. Nachdem sie 1992 von Regisseur Bernd Fischerauer für das Fernsehen entdeckt wurde, stand sie in „Der Salzbaron“ (1994) zum ersten Mal vor der Kamera und wurde als beste Nachwuchsschauspielerin (Der Goldene Kader) ausgezeichnet. Ihre Bandbreite an Rollen für TV und Kino ist riesig, zudem hat sie in nahezu allen klassischen TV-Formaten mitgewirkt: Im „Tatort“, „Bella Block“, „Traumschiff“, „Meer der Lügen“. Für ihre oft sehr extremen Charakterrollen wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet, so zum Beispiel mit dem Darstellerpreis auf dem Grazer Filmfestival Diagonale für „Die Vaterlosen“ oder dem Österreichischen Filmpreis 2017 für „Stille Reserven“.

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Sharks Filmreview

„Lotti oder der etwas andere Heimatfilm“ ist wahrlich eine echte Besonderheit in der jüngsten deutschen Filmhistorie. Als erster „Nach-Corona-Shutdown-Film erhält er auf jeden Fall einen Eintrag in die Geschichtsbücher.  Ob die Story nun auch historisch relevant sein wird, das lasse ich erst einmal offen. Was ich aber definitiv sagen kann: Es ist ein Film, der zwar auf den ersten Blick sehr gewöhnungsbedürftig erscheint, doch aber im Laufe der Dauer immer mehr Unterhaltungswert hinzu gewinnt. Man merkt hier als Filmfan, dass nicht einfach produziert wurde, sondern das hier eine echte Leidenschaft des Filmschaffenden mitschwingt.

Der regionale Bezug schränkt den Film allerdings ein wenig zu sehr ein und wer nicht gerade aus Bleicherode und Umgebung kommt, wird keine direkte Bindung aufbauen. Auch Stadtmenschen können vermutlich nur recht wenig mit der Mentalität der Figuren klarkommen und es nachvollziehen. Dorfmenschen hingegen brauchen keine Nähe zu Thüringen, denn sie werden viele charakterliche Eigenschaften und Gebaren der Einwohner eindeutig wiedererkennen. So ist es eben größtenteils auf dem Land und ich glaube, dass man Bleicherode mit vielen anderen Ortsnamen austauschen könnte. 

Tatsächlich finde ich sogar den Vergleich zu den französischen „Sch´tis“ naheliegend, würde aber nicht soweit gehen, dass „Lotti oder der etwas andere Heimatfilm“ ihnen tatsächlich das Wasser reichen könnte. Man muss ihm bewusst eine Chance geben und wenn man offen für ein paar kleine filmische Experimente ist, kann man ihn durchaus auch mögen.

In einem Satz:

Ein Film, auf den man sich bewusst einlassen muss und das Dorfleben kennen sollte um die Story nachvollziehen zu können.

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Fazit:
Ich bin auf dem Land aufgewachsen und erst recht spät in die Großstadt gekommen. Daher bin ich mit dem grundsätzlichen Thema Dorfleben sehr vertraut und habe viele Dinge enorm gut nachvollziehen können. Sicherlich kein Mainstream und auch nichts für echte BigCity-Life Menschen, aber dennoch aus meiner Sicht ein unterhaltsamer Film. 

Auf meiner Facebookseite könnt ihr ab 26.09.20 (20:00 Uhr) den Film gewinnen:

Hier könnt ihr „Lotti oder der etwas andere Heimatfilm“ kaufen oder streamen:

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Text: The Shark, Busch Media Group
Fotos: Busch Media Group
Daten/Infos zum Film: Busch Media Group
Video: YouTube – Channel: MovieShark – Copyright: Busch Media Group

Der Artikel „Lotti oder der etwas andere Heimatfilm“ enthält Werbung!