Sag Du es mir

Ein Festival-Film von Drehbuchautor und Regisseur Michael Fetter Nathansky. Das deutsche Drama „Sag Du es mir“ mit Gisa Flake und Christina Grosse ist ab 15. Oktober 2020 in ausgewählten Kinos zu sehen. Es geht dabei um einen Zwischenfall, der aus mehreren Blickwinkeln beleuchtet wird und so auch ganz unterschiedliche Bedeutungen bekommt.

STORY:

Moni (38) muss in ihrem Leben nichts erfinden. Das Leben selbst hat ihr eine Aufgabe gestellt: Sie muss ihrer Schwester Silke (34) helfen, die von einem Fremden von einer Brücke herunter gestoßen wurde. Da Silke den Sturz überlebt hat und die Polizei davon ausgeht, es habe sich bei dem Angreifer nur um einen Betrunkenen gehalten, wird der Zwischenfall schnell als geklärt abgestempelt. Aber Moni glaubt nicht an Zufälle und so macht sie sich auf die Suche nach dem Täter. Doch ihre Schwester darf davon nichts erfahren, denn Silke würde sich von Moni niemals helfen lassen. Schließlich wurde Silke über Jahre hinweg immer wieder von ihrer großen Schwester enttäuscht und ist nicht bereit, sie wieder in ihr Leben zu lassen. Doch der Täter lässt die beiden nicht in Ruhe.

Jener Täter heißt René (38) und ist vor der Tat noch im Einklang mit seinem Leben. Er hat eine intakte Beziehung zu seinen Eltern, einen soliden Job, eine enge Freundschaft. Als er eines Tages, ohne jeglichen Grund, Silke von einer Brücke stößt, löst dies eine radikale Eigendynamik in seinem Leben aus. René erkennt sich nicht wieder und beginnt, sich und sein Umfeld immer mehr zu hinterfragen. Auf der Suche nach dem Ursprung seines Gewaltausbruchs, rutscht er in eine Spirale der Selbstzweifel und kämpft vergebens um Erlösung.

Eines Tages läuft Silke ihm erneut über den Weg. Er folgt ihr. Und so beginnt ein Wechselspiel zwischen Verfolgung und Vergebung, in dem die Schwestern und der Täter die Rollen ihrer gemeinsamen Geschichte langsam aber sicher wieder neu (er)finden.

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Daten zum Film:

Drama von Michael Fetter Nathansky
mit Christina Große, Marc Ben Puch, Gisa Flake, etc.
Laufzeit: Ca. 104 Minuten
Deutschland 2019
Freigegeben ab 12 Jahren
Verleih: missingFilms
(OT: Sag Du es mir)

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Die Cast/Darsteller:

Gisa Flake: Moni
Christina Große: Silke (Moni´s Schwester)
Marc Ben Puch: René
Patrick Heinrich: Sven
u.a.

Gisa Flake (unten links im Bild) ist eine Schauspielerin, Sängerin und Kabarettistin, die man mittlerweile recht häufig in den deutschen Produktionen sieht. In „Sag Du es mir“ spielt sie die Hauptrolle der Moni. Aktuell ist sie auch in der ZDF Produktion „Fritzi – Der Himmel muss warten“ und dem Netflix-Film „Freaks“ vor der Kamera. Viele kennen Gisa Flake aus der Serie „Schwester, Schwester“ (seit 2020) oder zahlreichen TV- und Kinoproduktionen. Zu ihren Referenten gehören u.a. „Wickie und die starken Männer“ (2009), „Pastewka“ (2012), „4 Blocks“ (2017), „Systemsprenger“ (2019).

Sag Du es mir

Christina Große (oben rechts im Bild) spielt in diesem Drama die auf Mallorca lebende Schwester von Moni. Sie hatte bereits 1995 ihr Schauspieldebüt in „Doppelter Einsatz: Ein Mittwoch“. Seit dieser Zeit ist sie in vielen TV-, Serien- und Filmproduktionen zu sehen gewesen. Seit 2005 ist sie regelmäßig im „Tatort“ im Einsatz. Ihr bis dato bekanntester Film ist wohl „Für Elise“ (2012).

Marc Pen Puch übernimmt die männliche Hauptrolle in diesem deutschen Drama. Sein Gesicht kenn man überwiegend aus verschiedenen TV-Produktionen wie z.B. „Block B – Unter Arrest“ (2015), diverse Folgen „SOKO“ und „Tatort“. Mit „Uferwein“ gab er 2008 sein Filmdebüt und sein bislang bekanntester Film war „Türkisch für Anfänger“ (2012), wo er einen Justizangestellten spielen durfte.

Sag Du es mir
Sharks Filmreview

Als ich mir den Trailer zur Vorbereitung auf die Kinostarts der Woche angesehen habe, war ich ein wenig Neugierig. Gisa Flake hatte ich bereits in diversen Produktionen gesehen und war gespannt, wie sie sich in „Sag Du es mir“ zeigt. Mir war allerdings schon vorher klar, dass es sich hier nicht um einen Mainstream-Film handeln wird, sondern eher eine Produktion mit besonderem Anspruch… für Menschen mit besonderen Ansprüchen an Kinofilme.

Genau diese Erwartung hat sich dann auch bei der Sichtung erfüllt. Ich fand es sehr interessant, die Situation, den „Zwischenfall“ aus den verschiedenen Perspektiven sehen zu können, doch war die Art der Erzählung leider ein wenig zu lahm. Zwar kamen immer wieder weitere Aspekte und auch durchaus mal überraschende Szenen hinzu, doch schaffte es „Sag Du es mir“ nicht, mich so richtig in die Geschichte zu ziehen und sie mitzuerleben. Wie gesagt, es ist mein Blockbuster, kein lautes Kino, sondern sehr speziell und das ist mir nach wie vor bewusst. Dennoch hätte ich mir noch ein wenig mehr Leben, ein wenig mehr schauspielerische Abwechslung gewünscht. Alle lief irgendwie komplett wie an einem Schnürchen gezogen ab und ließ auch wenig Spielraum für eigene Spekulationen und Ideen.

„Sag Du es mir“ ist somit ein sehe spezieller Film für ein ganz ausgewähltes Publikum und auf keinen Fall eine Produktion, die man schaut, weil grad nichts anderes läuft. Man sollte sich gezielt in den Kinosaal begeben und genau wissen, warum man diesen Film sehen will. Ob es letztlich ein Kinofilm hätte sein müssen, das möchte ich zusätzlich in Frage stellen, denn als TV-Produktion hätte er durchaus mehr Potential gehabt.

HaiHaiHaiHaiHai

In einem Satz:

Ein typischer Festivalfilm, der sich künstlerisch auslebt, aber leider damit auch an Unterhaltungswert einbüßt.

Fazit:
Ich war wirklich gespannt auf die Machart und die Story des Films, doch diese Spannung entwich nach knapp 30 Minuten und irgendwann war ich auch nicht mehr wirklich bei der Sache. Auf einem Festival funktioniert sowas sicherlich ganz gut, aber das ist leider ja nicht das „normale“ Kinopublikum. Für mich eher ein mittelmäßiger TV-Film als ein Kinofilm.

Text: The Shark, missingFilms
Fotos: missingFilms
Daten/Infos zum Film: missingFilms
Video: YouTube – Channel/Copyright: missingFilms

Der Artikel „Sag Du es mir“ enthält Werbung!