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Clint Eastwood führt Regie und ist Hauptdarsteller in dem Western-Drama „Cry Macho“ in dem sich der gealterter, ehemalige Rodeo-Star Mike auf die Suche nach einem Sohn eines früheren Freundes macht. Das steinige Abenteuer kann beginnen.


Kinostart: 21. Oktober 2021
Homevideo-VÖ: 13. Januar 2022

STORY:

Cry Macho ist die Filmadaption des gleichnamigen Buchs. In der Hauptrolle spielt Clint Eastwood einen alternden Rodeo-Star und Pferdezüchter, der 1978 einen Auftrag von seinem ehemaligen Boss annimmt, um den jungen Sohn des Mannes nach Hause zu bringen, zum Schutz vor seiner alkoholkranken Mutter. Die Rückkehr nach Texas durch die ländlichen Gegenden Mexikos entpuppt sich für das ungleiche Paar als unerwartete Herausforderung. Eine Reise, bei der sich dem der Welt überdrüssigen Reiter die Möglichkeit bietet, dem Jungen Rechtschaffenheit beizubringen und so mit sich ins Reine zu kommen.

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Daten zum Film:

Western-Drama
USA, 2021
mit Clint Eastwood, Eduardo Minett, Natalia Traven, etc.
Freigegeben ab 12 Jahren*
Laufzeit: Ca. 104 Minuten
Warner Bros.
(OT: „Cry Macho“)

* Es gibt ein paar anzügliche Szenen und ein paar leichtere Actionszenen im Film. Nichts, was einen jugendlichen aus den Socken hauen könnte. Somit ist die Einstufung ab 12 Jahren gerechtfertigt. 

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Die Cast/Darsteller:

Clint Eastwood
als
Mike Milo

Eduardo Minett
als
Rafo

Dwight Yoakam
als
Howard Polk

Natalia Traven
als
Marta

Darsteller und ihre Rollen:
Clint Eastwood: Mike Milo
Dwight Yoakam: Howard Polk
Eduardo Minett: Rafo
Natalia Traven: Marta
Fernanda Urrejola: Leta
u.a.

Clint Eastwood spielt Milo, den ehemaligen Rodeo-Star und damit die Hauptrolle in „Cry Macho“. Gleichzeitig führt er auch Regie, was in den vergangenen Jahren regelmäßig der Fall war. Eastwood wurde 1930 in San Francisco geboren und wurde insbesondere in den 60er Jahren zu einem gefeierten Westernhelden. Als Statist war er in „Die Rache des Ungeheuers“ (1955) erstmals auf dem Bildschirm zu sehen. Zum Superstar machten ihn Filme wie „Für eine handvoll Dollar“ (1964), „Für ein paar Dollar mehr“ (1965), „Zwei glorreiche Halunken“ (1966) und „Hängt ihn höher“ (1968). Anfang der 70er Jahre, genauer gesagt im Jahr 1971 übernahm er die Rolle des Harry in „Dirty Harry“ und erschuf eine echte Film-Kultfigur. Clint Eastwood wurde ein Garant für großartige Filme und er prägte jedes Jahrzehnt durch seine unvergleichliche Arbeit. „Erbarmungslos“ (1992), „Die Brücke am Fluß“ (1995), „Absolute Power“ (1997), „Million Dollar Baby „(2004), „Gran Torino“ (2008) und „The Mule“ gehören in die Elite der All-Time-Favorites vieler Filmfans. Er gewann in seiner Karriere bisher vier Mal den Oscar und gehört somit auch zu den meist ausgezeichnetsten Darstellern weltweit (154 Preise und 176 Nominierungen).

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Eduardo Minett spielt den Jungen namens Rafo, um den sich die ganze Story dreht. Der 2006 in Mexico geborene Nachwuchsschauspieler ist in seiner Heimat schon recht bekannt und war insbesondere in der Serie „Como dice el dicho“ (7 Folgen – 2015 bis 2018) vor der Kamera. Vorher hatte er Auftritte in Kurzfilmen und keinen Serien-Minirollen. Bei uns war er das erste Mal im Kriegsepos „Die Legende von Tomiris – Schlacht gegen Persien“ (2019) zu sehen.

Dwight Yoakam spielt den Vater von Milo, sozusagen den „Auftraggeber“ für Milo. Er ist einer der größten Country-Stars in den USA und wurde bekannt als „ein weiterer Mann mit Gitarre und Hut“. Er wurde 1956 in Pikeville im schönen Kentucky geboren und begann 1991 als Nebendarsteller in zwei Episoden der Serie „P.S.I. Luv U“ (1991). Er hatte mehrere Nebenrollen in den 90er und 00er Jahren und war zwischendurch auch in namenhaften Movies zu sehen. Einige seiner Highlights sind u.a. „Panic Room“ (2002), „Die Hochzeits-Crasher“ (2005), „Bandidas“ (2006), „Crank“ (2006), „Mein Schatz, unsere Familie und ich“ (2008).  Es wurde ein wenig ruhiger um den Musiker und er startete eine dritte Karriere als Seriendarsteller u.a. in „Under the Dome“ (7 Folgen – 2014), „To Appomattox“ (7 Folgen – 2015) und „Goliath“ (7 Folgen – 2016).

Natalia Traven ist eine Barbesitzerin, die Milo und Rafo hilft. Sie hatte ihre allererste Rolle 1997 in der TV-Serie „Pueblo chico, infierno grande“ (1997). Bisher spielte sie nahezu überwiegend in spanischen Produktionen. Bei uns hatte sie 2002 mit dem Film „Collateral Damage – Zeit der Vergeltung“ an der Seite von Tom Cruise einen erwähnenswerten Auftritt.

Sharks Filmreview

Clint Eastwood ist ein Garant für gute Filme und was in den letzten Jahren erschien, von „Grand Torino“ bis „The Mule“, konnte sich sehen lassen. Teilweise schon echte Kultfilme, also warum sollte sich nicht auch „Cry Macho“ in diese Erfolgsliste eintragen lassen. Der Film erschien 2021 im Kino, war aber nicht sehr groß angelegt, so dass ich bis zur Homevideo-VÖ warten musste um ihn zu sehen. Vielleicht hätte ich mir damals die Originalversion ansehen sollen, denn die Synchronisierung ist leider nicht gelungen.

Positiv im Film ist auf jeden Fall das ganze drumherum. Schnitt, Kostüm, Make-Up und auch die Abteilung der musikalischen Verantwortlichen haben soweit solide Arbeit geleistet, was vermutlich auch zu einigen Teilen Mr. Eastwood zuzuschreiben sein dürfte. Der mittlerweile über 90-jährige spielt noch immer den eher rustikalen Typen und scheut sich auch nicht davor einmal die Fäuste zu heben. Das sollte er aber langsam wirklich lassen, denn zum ersten Mal in einem Film mit ihm hatte ich leider eher Mitleid. Er kann so etwas nicht mehr spielen, auch wenn er es in seinen Filmen natürlich sehr gern möchte. Diese Art Rollen spielt er ja recht häufig, woran es also nicht liegen kann, aber hier war hauptsächlich auch das lahme Drehbuch Schuld an der Qualität. Auch die Nebendarsteller konnten nicht überzeugen, bzw. bleibenden Eindruck hinterlassen.

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Manchmal ist es vielleicht doch besser aufzuhören, wenn es am Schönsten ist. Eastwood´s Legacy wird sicherlich durch „Cry Macho“ nicht angekratzt und vermutlich schnell wieder vergessen sein. Es ist kein Film, den man sich in seine Sammlung stellen muss.

Einzelbewertung:
Story: 5/10
Drehbuch/Dramaturgie: 4/10
Casting/Besetzung: 5/10
Hauptdarsteller: 5/10
Nebendarsteller: 2/10
Schauplätze/Ausstattung: 6/10
Sprache/Dialoge: 4/10
Schnitt: 7/10
Musik: 7/10
Kostüm: 7/10
Make-Up: 7/10
Unterhaltungswert: 3/10
Drama: 3/10

Nicht in der Gesamtwertung enthalten:
Filmtitel: 7/10
Synchronisation: 5/10

(Da ich den Film erst 2022 gesehen habe, erhält er die neue Wertung mit 10 anstatt 5 Sharks)

HaiHaiHaiHaiHaiHaiHaiHaiHaiHai (5 von 10 Sharks)

…nach alte Bewertung 2,5 von 5

Fazit:

Kein Glanzstück von Clint Eastwood! Leider kann er mit „Cry Macho“ nicht an seiner letzten Erfolge anknüpfen und man merkt diesmal den Zahn der Zeit, der an ihm nagt, ziemlich deutlich. Dazu eine lahme Story und unauffällige Nebendarsteller.

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Text: The Shark, Warner Bros.
Fotos:  © Warner Bros.
Daten/Infos: Warner Bros., Wikipedia, IMDb
Video: YouTube – Channel/Copyright: Warner Bros.

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