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Wer in den 90er Jahren das Genre „Horror“ kennengelernt hat, der wird unweigerlich auch mit Ghostface in Kontakt gekommen sein. Mittlerweile ist es eine Kultfigur wie Jason oder Jigsaw und nun kommen die Stars von damals, gemischt mit einer neuen Generation zurück. „Scream 5“ ist allerdings deutlich brutaler als seiner früheren Vorgänger.

Kinostart: 13. Januar 2022

STORY:

Niemand ist sicher in Woodsboro … und jeder verdächtig! 25 Jahre nachdem eine Serie brutaler Morde das eigentlich ruhige Städtchen Woodsboro erschütterte, gibt es einen neuen Ghostface-Killer, der eine Gruppe von Teenagern ins Visier nimmt, um die tödlichen Geheimnisse der Stadt wieder aufleben zu lassen. Doch mit Neve Campbell, Courteney Cox und David Arquette stehen bekannte Gesichter des Horror-Franchise unter der Regie von Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett bereit, um Ghostface die Stirn zu bieten. Ob sie die Regeln noch kennen, um in einem Horrorfilm zu überleben?

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Daten zum Film:

Horror
USA, 2021
mit Neve Campbell, Courtney Cox und David Arquette
Freigegeben ab 16 Jahren*
Laufzeit: 115 Minuten
Paramount Pictures
OT: „Scream“

*  Bei Halloween habe ich mir schon gedacht, dass die Leute der FSK offenbar Horrorfilme mit anderen Augen sehen. Vielleicht schauen sie auch immer weg, wenn es gruselig oder blutig wird. Auch bei „Scream 5“ verstehe ich die Altersfreigabe ab 16 Jahren nicht. Es gibt Szenen, die selbst für mich Horror-Fan an die Grenzen gehen und daher muss dieser Film eigentlich eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten. Alles andere halte ich tatsächlich für fahrlässig… Außer natürlich es gibt noch eine geschnittene Version!

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Die Hauptdarsteller:

David Arquette
als 
Dewey Riley

Neve Campbell
als 
Sidney Prescott

Courtney Cox
als 
Gale Riley

Melissa Barrera
als 
Sam Carpenter

Darsteller und ihre Rollen:
Neve Campbell: Sidney Prescott
Courteney Cox: Gale Riley
David Arquette: Dewey Riley
Marley Shelton: Deputy Judy Hicks
Melissa Barrera: Sam Carpenter
Jenna Ortega: Tara Carpenter
Dylan Minnette: Wes Hicks
Jack Quaid: Richie Kirsch
Jasmin Savoy Brown: Mindy Meeks-Martin
Sonia Ammar: Liv McKenzie
Mickey Madison: Amber Freeman
Mason Gooding: Chad Meeks-Martin
Kyle Gallner: Vince Schneider
u.a.

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David Arquette spielt wieder die Rolle des Dewey, allerdings ist er nicht mehr im Polizeidienst. Arquette wurde 1971 in Winchester geboren und arbeitet als Schauspieler und Musiker. Was viele vielleicht nicht mehr wissen, er war auch einst World Heavyweight Champion im Wrestling (WCW). Er ist eines von mehreren Familienmitglieder (u.a. die Schwestern Rosanna und Patricia), die ebenfalls vor der Kamera erfolgreich sind. Er begann seine Laufbahn im Jahr 1989 in der TV-Serie „The Outsiders“ (13 Folgen) und war danach in „Eine Wahnsinssfamilie“ (12 Folgen – 1990 bis 1991) vor der Kamera. Sein Filmdebüt gab er 1992 in „Straßenkinder“.  „Scream“ machte ihn 1996 dann zum bekannten Moviestar und bis heute war das auch sein größter Erfolg. Zu seinen weiteren Filmen gehören u.a. „Wild Bill“ (1995), „Ungeküsst“ (1999), „Muppets aus dem All“ (1999), „Ready to Rumble“ (2000), „A foreign Affair“ (2003), „Die Abenteuer von Sharkboy und Lavagirl“ (2005), „Hamlet 2“ (2008). Von 2011 bis 2016 spielte der Actor Skully in „Jake und die Nimmerland Piraten“ (128 Folgen) und weitere Produktionen sind bereits in Arbeit.

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Neve Campbell spielt erneut Sidney Prescott, eine Figur, die „Scream“ geprägt hat. Die Schauspielerin wurde in Kanada geboren und ist schottisch/niederländischer Abstammung. Wir auch für Arquette war „Scream“ im Jahr 1996 ihr großer Durchbruch. Eigentlich wollte sie immer Tänzerin werden, doch dann kam die Jugendserie „Catwalk“ (24 Folgen – 1992 bis 1993) in der sie erstmal richtig in Erscheinung trat. Zuvor waren es eher Nebenrollen und Serien-Kurzauftritte. Kurz bevor sie auf Ghostface Jagd machte, spielte sie Bonnie im Kultfilm „Der Hexenclub“ (1996). Großartig auch ihr Auftritte in „Wild Things“ (1998) und „Studio 54“ (1998). Zwar konnte sie an den riesigen Erfolg der 90er Jahre nie mehr so recht anknüpfen, doch spielte sie dennoch regelmäßig in Kinofilmen, TV-Produktionen und Serien. 2016 bis 2017 war sie in der Rolle der Leann Harvey in „House of Cards“ (25 Folgen) zu sehen und trat in Filmen wie „Clouds“ (2020) und „Skyscraper“ (2018) vor die Kamera. Aktuell dreht sie die TV-Serie „The Lincoln Lawer“.

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Coutney Cox ist die dritte Legende im Cast von „Scream“ und spielt erneut Gale Riley. Sie wurde 1964 in Alabama geboren und wurde insbesondere durch die Serie „Friends“  (19 Folgen – 1987 bis 1989) bekannt. „Scream“ (1996) verhalf ihr schließlich auch zum Durchbruch auf der Kinoleinwand. In „Jung und Leidenschaftlich – Wie das Leben so spielt“ hatte sie ihr Schauspieldebüt und war u.a. noch im selben Jahr im Musikvideo vom Boss Bruce Springsteen („Dancing in the Dark“) zu sehen. Zu ihren weiteren Filmen und Serien gehören u.a. „Cocoon 2 – Die Rückkehr“ (1988), „Opposite Sex – Der kleine Unterschied“ (1992), „Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv“ (1994), „Spiel ohne Regeln“ (2005) und „Bedtime Stories“ (2008). In den letzten Jahren wurde es ein wenig ruhiger um die Schauspielerin und nach „Cougar Town: 40 ist das neue 20“ (102 Folgen – 2009 bis 2015), kam nicht mehr wirklich viel. Mit „Scream 5“ meldet sich sich nun zurück… wenn auch leider optisch ein wenig bearbeitet.

Melissa Barrera ist eine Darstellerin der neuen Generation in „Scream 5“ und hat ein wirklich dunkles Geheimnis. Sie wurde 1990 in Mexico geboren und hatte dort in „La otra cara del Alma“ (2012) ihre erste Episodenrolle. Ähnlich wir damals bei den Kollegen im ersten „Scream“-Teil, ist sie international noch nicht so wirklich in Erscheinung getreten und schafft nun ihre erste große Kinorolle mit Leben zu füllen. 2021 spielte sie allerdings bereits in „In the Heights“ und „All the World is sleeping“, die jeweils ganz nette Achtungserfolge an den Kinokassen feiern durften.

Sharks Filmreview

Eine Fortsetzung von „Scream“… finde ich das großartig und längst überfällig, oder finde ich das überflüssig. So richtig entscheiden konnte ich mich nach Bekanntwerden der 5. Episode des einstigen Blockbusters noch nicht. Zumal auch im Laufe der Teile 2-4 nicht unbedingt immer die oberste Qualität angeboten wurden. Nun sind mehr als 10 Jahre nach dem letzten Teil vergangen und Ghostface darf wieder töten. Nachdem Michael Myers ja regelmäßig seine Auftritte vermeldet, kann der Typ mit der weiß-schwarzen Maske erst jetzt wieder sein Unwesen treiben. Doch es ist nicht nur einfach einen Fortsetzung mit neuen Darstellern, oder gar ein unsinniges Remake! Es scheint eine wirklich durchdachte Fortsetzung zu sein und die Macher zählen dabei auf neue Talente und altbekannte Stars des Franchise. David Arquette, Neve Campbell und Courtney Cox sind aber nur ein Teil der Legacy… das legendäre Haus, in dem 1996 das Morden begann ist auch wieder dabei…

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Alles ist wie immer… das Telefon klingelt, ein junges Mädchen hebt den Hörer ab und eigentlich scheint alles doch nur halb so wild, bis sich die Stimme als Killer outet! Nun nimmt „Scream 5“ seinen Lauf und erschafft eine Spannung, wie sie bislang nur im ersten Teil zur Entfaltung kam. Findige Horrordetektive können vielleicht einige Dinge vorausahnen, doch im großen und ganzen sind die Überraschungen im Film auch wirklich Überraschungen. In Sachen Jump-Scares (plötzliche Schreckmomente) hat „Scream 5“ einiges zu bieten. Durch einige falsche Fährten, bekommt hier jeder mindestens einmal einen ordentlichen Schrecken eingejagt. Auch die „neuen“ Darsteller, also die junge Generation, hat man storytechnisch ausgezeichnet eingebunden und die Altstars machen ihren Job wie eh und je! Die Dialoge sind, wie man es von einem „Scream“-Movie erwartet zwischendurch humorig, verlieren aber ihre eigentliches Genre nicht aus den Augen. Eines ist aber sehr auffällig: Der 5. Teil ist deutlich brutaler und blutiger als die Vorgänger! Es gibt Szenen, da muss man schon ganz schon was wegstecken können, wobei ich hier das Special-Make-Up Department einmal ausdrücklich für die realistische Darstellungen loben möchte.

Meine negativen Befürchtungen im Vorfeld haben sich erledigt, meine positiven Hoffnungen und Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen. Der Unterhaltungswert des Films ist über die volle Länge ausgezeichnet und er ist definitiv mit der Qualität des allerersten Movies der Reihe gleichzusetzen. Modern, gleichzeitig klassisch, dazu ein echter Horrorfilm und legendäre Schauspieler. Mehr geht schon fast nicht…

Einzelbewertung:
Story: 8/10
Drehbuch/Dramaturgie: 8/10
Casting/Besetzung: 9/10
Hauptdarsteller: 9/10
Nebendarsteller: 8/10
Schauplätze/Ausstattung: 9/10
Sprache/Dialoge: 8/10
Schnitt: 9/10
Musik: 9/10
Kostüm: 8/10
Make-Up: 10/10
Unterhaltungswert: 9/10
Horror: 9/10

Nicht in der Gesamtwertung enthalten:
Filmtitel: 10/10
Synchronisation: 10/10

HaiHaiHaiHaiHaiHaiHaiHaiHai (8,5 von 10 Sharks)

Fazit:

Eine absolut würdige Fortsetzung und ein großes Wiedersehen mit den Legenden der 90er Jahre. Toll modernisiert und wesentlich brutaler und blutiger als noch zu Zeiten des ersten Teils.

Text: The Shark, Paramount Pictures
Fotos:  ©  Paramount Pictures
Daten/Infos: Paramount Pictures, Wikipedia, IMDb
Video: YouTube – Channel: Movie-Shark – Copyright: Paramount Pictures

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