Nomadland

Regisseurin und Filmemacherin Chloé Zhao hat die Literaturverfilmung „Nomadland“ 2020 bei den wichtigsten Festivals ins Rennen geschickt. 2021 folgen 6 Nominierungen bei den Oscars, wobei sie XX mal die begehrte Auszeichnung u.a. als XXX in Empfang nehmen durfte. Dieser Film ist ein sehr außergewöhnliches Filmwerk und kommt am XXX in die deutschen Kinos. 

STORY:

Regisseurin Chloé Zhao („The Rider“) erzählt in NOMADLAND die Geschichte von Fern (Frances McDormand), die wie viele in den USA nach der großen Rezession 2008 alles verloren hat. Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch einer Industriestadt im ländlichen Nevada, packt Fern ihre Sachen und bricht in ihrem Van auf, ein Leben außerhalb der konventionellen Regeln als moderne Nomadin zu erkunden. Eine Geschichte über den Verlust des amerikanischen Traums und gleichzeitig eine bewegende Hommage an den Erfindungsreichtum, die Neugier und Lebenslust einer Generation, die zwar alles verloren hat, nur nicht ihre Hoffnung

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2017 hat Autorin Jessica Bruder das Sachbuch Nomadland: Surviving America in the Twenty-First Century“, oder in der deutschen Fassung: „Nomaden bei der Arbeit“, veröffentlicht. Auf Basis diese literarischen Vorlage ist das Drehbuch zu diesem dokumentarischen Drama entstanden. Es brauchte eine jahrelange Recherche und Selbsterfahrung, um diesen Film erstellen zu können. auf dem Weg durch die Staaten der USA, lernte Drehbuchautoren Zhao u.a. auch die im Film mitwirkenden Swankie, Bob Wells und Linda May kennen.

Daten zum Film:

Dokumentarisches Drama von Chloé Zhao
USA, 2020
mit Frances McDormand, etc.
Laufzeit: Ca. 108 Minuten
Freigegeben ab 0 Jahren*
Verleih: Searchlight (Disney)
(OT: Nomadland)

* Warum dieser Film in den USA ein R-Rating (also ab 17 Jahren) erhalten hat, kann ich nicht verstehen oder nachvollziehen. Die Freigabe ab 0 Jahren in Deutschland ist vollkommen in Ordnung, allerdings glaube ich eher weniger, dass jüngere Kinder einen Bezug zu der Thematik finden.

Die Cast/Darsteller:

Frances McDormand: Fern
David Strathairn: David
Linda May: Linda
Charlene Swankie: Swankie
Bob Wells: Bob
Derek Endres: Derek
Peter Spears: Peter

Frances McDormand ist die einzige echte Schauspielerin in „Nomadland“ und die Hauptprotagonistin dieses dokumentarischen Dramas. Sie gehört zu den Hollywooddarstellerin, die nicht nur besonders gut spielen, sondern eine ganz außergewöhnliche und einzigartige Ausstrahlung besitzen. Ihre Darstellungen der Mildred in „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ (2017) und Marge Gunderson in „Fargo“ (1996) brachten ihre bereits zwei Mal den begehrten Oscar als Beste Hauptdarstellerin ein. „Nomadland“ ist nun das nächste hochdotierte Werk, in dem sie nicht nur die tragende Rolle spielt, sondern erneut zeigt, warum sie zu den derzeit besten Actorn der Filmindustrie gehört. Weitere Highlights ihrer Karriere waren u.a. „Die Wonder Boys“ (2000), „Kaltes Land“ (2005), „Transformers 3“ (2011), „Promised Land“ (2012) u.v.m. Begonnen hat die beeindruckende Karriere übrigens 1984 mit dem Film „Blood Simple – Eine mörderische Nacht“, in dem sie direkt neben John Getz eine Hauptrolle übernehmen durfte.

Sharks Filmreview

Festivalfilme und Oscar-Nominierte haben in der Regel eine Sache gemeinsam – es sind außergewöhnliche Produktionen und sehr besondere Filme. Auch „Nomadland“ ist fernab von dem alltäglichen Unterhaltungsspektakel und trägt zurecht die Bezeichnung „dokumentarisches Drama“. Allein schon die Tatsache, dass Hauptdarstellerin Frances McDormand die einzige ausgebildete Schauspielerin in dem Ensemble ist, zeigt die Besonderheit. Die weiteren Personen im Film spielen sich selbst und wurden von Filmemacherin Zhoe eigens ausgewählt. Durch diese Art der Produktion bekommt der Film eine starke Dynamik, die Realität mit Film vermischt und Grenzen verschwinden lässt.

Nun ist ein solcher Film nicht dazu bestimmt eine breite Masse an Mainstream-Kinogängern glücklich zu machen, sondern er ist ein Produkt für gezielt, interessierte Fans. Wer sich entscheidet „Nomadland“ zu schauen, der sollte sich auf jeden Fall zuvor genau informieren und sich nicht von eventuellen Preisen oder Auszeichnungen blenden lassen. Somit gibt es auch für mich einige Punkte, die ganz klar den starken Charakter des Films unterstreichen und dazu gehört mal wieder die schauspielerische Leistung von McDormand, aber auch die Idee und die Umsetzung der Sachbuchvorlage. Allerdings, und das muss man hier mal ganz klar festhalten, sollte man hier keine Erwartung in einen großen Unterhaltungswert legen. Dieses Thema ist sehr schwere Kost und gleichzeitig durch die dokumentarische Machart eine bedrückende, sowie sehr realistische Lebensbegleitung der 60-jährigen Nomadin Fern.

Ich weiß diesen Film durchaus zu schätzen, kann allerdings ehrlich gesagt auch nicht wirklich viel damit anfangen. Um eine solche Produktion zu schauen, braucht es bei mir auch eine besondere Stimmung, die ich leider oder vielleicht zum Glück nicht sehr oft verspüre. Der Film macht sicherlich im Kino, aufgrund der vielen Naturbilder noch viel mehr Sinn zu schauen, allerdings hatte ich aufgrund der Corona-Einschränkungen nur die Möglichkeit ihn daheim zu sehen. Eine Sache kann ich aber, abseits meiner filmischen Vorlieben einschätzen… die Qualität und Stärke dieser Verfilmung sind beeindruckend.

HaiHaiHaiHai

In einem Satz:

Ein spezieller Film für gezielte Kinogänger, der Grenzen der Realität und des Films durch dokumentarische Erzählweise verschmelzen lässt, was die „Nomadland“ zu einem besonderen und auch außergewöhnlichen Werk werden lässt.

Text: The Shark, Searchlight (Disney)
Fotos:  © Searchlight (Disney)
Daten/Infos: Searchlight (Disney), Wikipedia, IMDb
Video: YouTube – Channel/Copyright: Searchlight (Disney)

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