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Die Welt hat leider viele Probleme und auch wenn wir uns viele Jahre dafür einsetzen, dass es keine Kriege mehr geben sollte, so gibt es sie doch! In Nahost ist die Lage verheerend und voller Gefahren für Reporter und Helfer. „398 Tage – Gefangener der IS“ ist eine fiktionale und ergreifende Geschichte eines Fotografen in den Händen von Terroristen.

Homevideo-VÖ: 26. November 2021

STORY:

398 Tage lang wird der junge dänische Fotograf Daniel Rye (Esben Smed) von der Terrororganisation „Islamischer Staat“ in Syrien gefangen gehalten. Zusammen mit anderen ausländischen Geiseln, darunter der amerikanische Journalist James Foley (Toby Kebbell), kämpft Daniel ums Überleben in der Gefangenschaft. Zu Hause in Dänemark lebt seine Familie in ständiger Angst, ihren Sohn nie wieder zu sehen: Da die dänische Regierung nicht mit Terroristen verhandelt, versuchen sie auf eigene Faust das Lösegeld aufzutreiben und Daniel mit Hilfe des Geiselvermittlers Arthur (Anders W. Berthelsen) zu befreien…

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Daten zum Film:

Thriller-Drama
Dänem./Norw./Schweden, 2019
mit Esben Smed, Toby Kebbell, Charlie Carrick, Amir El-Masry, etc.
Freigegeben ab 16 Jahren*
Laufzeit: Ca. 134 Minuten
Pandastorm
OT: „Ser du månen, Daniel“ bzw. engl. „Held for Ransom“

*  Eine Freigabe ab 16 Jahren ist für diesen Film mehr als gerechtfertigt! Selbst wenn man schon viel gesehen hat, so ist es doch extrem bedrückend, die Folter und die Leiden zu sehen. Diesen Film sollte man auf keinen Fall jüngeren Zuschauern zumuten.

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Die Hauptdarsteller:

Esben Smed
als 
Daniel Rye

Anders W. Berthelsen
als 
Arthur

Toby Kebbell
als 
James Foley

Darsteller und ihre Rollen:
Esben Smed: Daniel Rye
Anders W. Berthelsen: Arthur (Vermittler)
Toby Kebbell: James Foley
Charlie Carrick: Michael Foley
Andrea Heick Gadeberg: Christina
Sara Hjort Ditlevsen: Signe (Lebensgefährtin von Daniel)
Ardelan Emaili: Majeed
u.v.a.

Esben Smed spielt den Fotografen Daniel Rye, der von den IS festgehalten wird. Der schwedische Schauspieler wurde 1984 in Odder geboren und ist insbesondere durch die Serie „Follow the Money“ (30 Folgen – 2016 bis 2019) in der Rolle des Nicky Rasmussen bekannt geworden. Seinen Einstieg feierte er im Jahr 2003 mit „2 ryk og en aflevering“. Ein weiteres Highlight seiner bisherigen Karriere ist die Figur des „Faxe“ in „Somme ´92. Sein anspruchsvollster Film dürfte aber „398 Tage“ (2019) sein.

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Anders W. Berthelsen spielt den Vermittler Arthur. Er ist dänischer Schauspieler und Director, Jahrgang 1969. Seine Highlights der letzten Jahre waren „Kidnapping“ (8 Folgen – 2019), „Kommissarin Lund“ (9 Folgen – 2012) und die in seiner Heimat sehr bekannten Filme „Klassefesten 1-3“. Bei uns tauchte er bereits Anfang der 2000er Jahre in Produktionen wie „Italienisch für Anfänger“ (2000) oder „Klette-Ida“ (2002) auf. Sein Debüt hab er schon 1994 im TV-Movie „Stormfulde hjerter“. Eine seiner wichtigsten Karrierestationen war die Rolle des René in „Taxa“ (56 Folgen – 1997 bis 1999).

Sharks Filmreview

Ich brauchte ein wenig, bis ich die Stimmung aufbringen konnte, mich mit einem solch ernsten und vor allem bedrückenden Thema zu beschäftigen. Da man immer wieder von ähnlichen Fällen weltweit hört, sich aber vermutlich nicht mal im entferntesten Vorstellen kann, wie es tatsächlich abläuft, macht allein die Vorstellung schon eine Gänsehaut. Esben Smed war bislang als Schauspieler noch nicht wirklich groß in Erscheinung getreten, wirkt aber direkt von Beginn an so, als müsse er diese Rolle einfach spielen. Insgesamt ist es auch ein sehr gute Schachzug, ihn anfangs als professioneller Turner darzustellen, was der gesamten Story noch mehr Realität verleiht. Eigentlich weiß man ja ganz genau, worauf all das hinaus läuft und doch ist man als Zuschauer immer geneigt zu denken, es ließe sich doch noch alles abwenden.

Das ist natürlich nicht der Fall und so gerät der eigentlich völlig unbedarfte Fotograf in die Fänge der Terroristen. Was nun geschieht und gezeigt wird, braucht starke Nerven und ich habe sehr lange schon keinen Film mehr gesehen, der mich auch im Nachgang noch so mitgenommen und beschäftigt hat. Die Drehort, die Cast und die Kameraführung sind ausgezeichnet und bringen dem Film noch einen zusätzlichen Bonus. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann ist es die tatsächliche Länge von insgesamt 138 Minuten. Hier hätte man an einigen Stellen ein wenig schneller auf den Punkt kommen können und gute 20 Min. einsparen können.

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Ein intensives Filmereignis, welches ein gewisses Grundinteresse an der gesamten Thematik erfordert. Zudem sollte man sich als Zuschauer ebenfalls klar darüber sein, dass hier in einigen Fällen ziemlich unverblümt gezeigt wird, wie der Protagonist leidet und man unweigerlich mitfühlt. Mir hat der Film gefallen, falls man „gefallen“ in diesem Zusammenhang überhaupt verwenden kann.

HaiHaiHaiHaiHai

Fazit:

Sehr intensiv, sehr bedrückend! Ein Film, der eine Thematik aufgreift, von der man sich wünschen würde, sie wäre nur eine Fiktion. Schon lange hat mich ein Film im Nachgang nicht mehr so beschäftigt.

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Text: The Shark, Pandastorm
Fotos:  © Pandastorm
Daten/Infos: Pandastorm, Wikipedia, IMDb
Video: YouTube – Channel: Movie-Shark – Copyright: Pandastorm

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