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Kennt ihr noch „Happy Deathday“? Die Produzenten von Blumhouse rund um Jason Blum haben mit „Freaky“ einen neuen Horrorfilm in diesem Stil herausgebracht. Die Schülerin Millie und ein Serienkiller, gespielt von Hollywoodstar“ Vince Vaughn, tauschen hier die Körper und es wird ordentlich blutig! Kinostart: 24. Juni 2021 / Homevideo-VÖ: 04. November 2021

STORY:

Eigentlich wollte die 17-jährige Millie Kessler (Kathryn Newton, Der Sex Pakt) nur noch ihr Abschlussjahr an der High School hinter sich bringen, doch mit einem Mal gerät ihr Leben auf sehr unerwartete Weise durcheinander. Der berüchtigte Serienmörder ‚Blissfield Butcher‘ (Vince Vaughn, Die Hochzeits-Crasher) versetzt die Stadt in Angst und Schrecken und trifft dabei auch bald auf Millie. Beim Versuch, sie zu seinem nächsten Opfer zu machen, löst er versehentlich einen uralten Fluch aus, der die Teenagerin und den Killer im Körper des jeweils anderen erwachen lässt. Jetzt hat Millie nur 24 Stunden Zeit, um den Fluch zu brechen und nicht für ewig in der Gestalt des Psychopathen gefangen zu sein, nach dem überall gefahndet wird. Mit Hilfe ihrer Freunde Nyla (Celeste O’Connor, Ghostbusters: Legacy), Joshua (Misha Osherovich, Der Distelfink) und ihres Schwarms Booker (Uriah Shelton, Warrior‘s Gate) kämpft Millie gegen die Zeit. Der ‚Blissfield Butcher‘ findet indes Gefallen an seinem neuen Aussehen. Der Körper eines Teenagers ist für ihn die perfekte Tarnung, um zur blutigen Tat zu schreiten.

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Daten zum Film:

Horror
USA, 2020
mit Kathryn Newton, Vince Vaughn, Celeste O’Connor, etc.
Freigegeben ab 16 Jahren*
Laufzeit: Ca. 102 Minuten
Universal Pictures
OT: „Freaky“

* Es wird blutig und die gezeigten Szenen sind aus meiner Sicht mit einer Altersfreigabe von 16 Jahren zu lasch bewertet. Wenn Körper mit einer Kreissäge halbiert werden, unverblümt Gewalt gegen Frauen gezeigt wird, dann kann das nicht mit hintergründigem Humor abgeschwächt werden. Meine Meinung ist eindeutig: Dieser Film hätte eine Altersfreigabe ab 18 Jahren erhalten müssen!

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Die Cast/Darsteller:

Kathryn Newton
als
Millie Kessler

Vince Vaughn
als
Butcher

Misha Osherovich
als
Josh Detmer

Celeste O´Connor
als 
Nyla Chonws

Darsteller und ihre Rollen:
Kathryn Newton: Millie Kessler
Vince Vaughn: The Blissfield Butcher
Misha Osherovich: Josh Detmer
Celeste O´Connor: Nyla Chones
Emily Holder: Sandra
Nicholas Stargel: Isaac
Kelly Lamor Wilson: Ginny
Mitchell Hoog: Evan
Dana Drori: Charlene Kessler
Katie Finneran: Coral Kessler
u.v.a.

Kathryn Newton spielt Millie, die Teenagerin, die mit dem Serienkiller auf mysteriöse Weise den Körper tauscht. Filmfans kennen sie aus der Komödie „Der Sex Pakt“ (2018) und Serienfans aus „Big little Lies“ (14 Episoden – 2017 bis 2019) und „Gary Unmarried“ (36 Folgen – 2008 bis 2010). Die 1997 in Orlando, Florida geborene Schauspielerin hat bislang schon eine sehr spannende Karriere hingelegt, die im Alter von 15 Jahren mit der TV-Serie „All my Children“ (2 Folgen – 2002 bis 2003) begann. Es folgten Produktionen wie „Bad Teacher“ (2011), „Paranormal Activity 4“ (2012), „Lady Bird“ (2017), „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ (2017) und „Pokémon Meisterdetektiv Pikachu“ (2019). Im 2023 erscheinenen „Ant-Man and the Wasp: Quantumania“ wird sie die Rolle der Cassie Lang übernehmen.

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Vince Vaughn ist eigentlich der Butcher, doch als plötzlich Millie in ihm steckt, zeigt er seine weibliche Seite. Der aus Minneapolis stammende Hollywoodstar hat bereits mehrfach bewiesen, dass er in jeden erdenklichen Genre zu Hause ist. Serienkiller sind aber scheinbar auch ein kleines Markenzeichen, denn im Remake des Horrorklassikers „Psycho“ (1998) spielte er Norman Bates und durfte kräftig morden. Die TV-Serie „China Beach“ (1 Folge – 1989) war sein Einstieg und mit Filmauftritten in „Vergessene Welt: Jurassic Park“ (1997), „The Cell“ (2000), „The Fan“ (2003) und „Starsky & Hutch“ sammelte er Erfahrung vor der Kamera. Der Durchbruch gelang ihm dann in der Komödie „Voll auf die Nüsse“ mit zahlreichen Hollywood-Kollegen. Dazu gab es auch Serienauftritte u.a. in „True Detective“ (8 Folgen – 2015) oder „F is for Family“ (8 Folgen – 2018). Aprospos Family… für mich einer der stärksten Filme ist das Sport-Wrestling-Drama „Fighting with my Family“ aus dem Jahr 2019.

Sharks Filmreview

Noch vor einigen Jahren war die Horrorschmiede Blumhouse eine Garantie für erstklassige Filme dieses Genres. Leider haben sich ein paar weniger gute Streifen eingegliedert und so bleibt zu hoffen, dass man in „Freaky“ zu alter Stärke findet. Mit „Happy Deathday“ ist eine gute Vorlage aus den eigenen Reihen vorhanden und an dieser hat man sich bei diesem Film sicherlich ein wenig orientiert. Vince Vaughn ist eine tolle Wahl für die Rolle des Serienkillers, in dem die Seele des jungen Girls steckt. Als Killer habe ich so ein bisschen meine Schwierigkeiten, es ihm alles so abzunehmen, aber als er seine neue Weiblichkeit zeigt, macht der amerikanische Riese mit über 1,90 Meter wieder richtig Spaß.

Bei „Freaky“ bekommt man ganz genau das, was man bei einem solchen Film auch erwartet. Vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Grundsätzlich geht es auch hier wieder um Teenager, um eine Schauergeschichte, die man sich erzählt und zudem um einen Body-Swap, also um einen Körpertausch. Kathryn Newton schafft es dabei, diese beiden völlig unterschiedlichen Charaktere – Mädchen und Killer – ausgezeichnet und sehr akzentuiert darzustellen. Das eher unsichtbare Schulmädel verwandelt sich zum eiskalten Vamp und begeistert nicht zuletzt durch eine neue Lebenseinstellung, sondern auch durch ein schnodderiges Mundwerk. Was ich hier außergewöhnlich finden, ist die Tatsache, dass man die Mordszenen ziemlich plakativ und ohne jeglichen Anstandsschnitt zeigt. Ob ein Mann mit der Kreissäge in zwei Teile zerschnitten wird, oder einem Jungen eine Weinflasche bis zum Anschlag in den Rachen gesteckt wird, hier gibt es alles ohne Zensur zu sehen. Aus diesem Grund zweifle ich, wie ich oben bereits geschrieben habe, dass eine Altersfreigabe ab 16 Jahren hier ausreichend ist. Sicherlich ist alles mit einem sehr lustigen Unterton versehen, doch bleibt ein brutaler Mord auch weiterhin ein brutaler Mord und ist nicht durch ein Teenager-Lächeln oder einen Spruch außer Kraft gesetzt.

Wer also auf den Blumhouse-typischen Teenager-Horror mit einigen spannenden und blutigen Zusatzkomponenten steht, der sollte sich „Freaky“ auf jeden Fall ansehen. Er kann durchaus mit thematisch ähnlichen Vorgängern mithalten. Die Körpertausch-Geschichte schafft es hingegen nicht, anderen Movies dieser Art, wie z.B. „Face Off“ das Wasser zu reichen. Hier haben mir die Macher insgesamt zu wenig Fantasie eingebracht, um das Thema irgendwie überzeugend einzuarbeiten. Ist es dann erstmal geschehen, spielt sich die Story wieder ein und bietet durchaus gute Unterhaltung.

HaiHaiHaiHaiHai

In einem Satz:

Guter und unterhaltsamer Film im typischen Stil der Blumhouse-Produzenten, der neben Hauptdarsteller Vince Vaughn noch einige blutige Extras einbringt und daher sicherlich nicht nur Teenager-Horror-Fans gefallen dürfte.

Hier könnt ihr den Film kaufen oder als VoD streamen:

Text: The Shark, Universal Pictures
Fotos:  © Universal Pictures
Daten/Infos: Universal Pictures,  Wikipedia, IMDb
Video: YouTube – Channel: Movie-Shark – Copyright: Universal Pictures

Der Artikel „Freaky“ enthält Werbung!