reviewheldenderwahrscheinlichkeit

Ein Zugunglück oder ein Anschlag? Diese Frage stellt sich das Mathematik-Genie mit Fachgebiet der Wahrscheinlichkeitsrechnung Otto und tritt eine Lawine gegen die organisierte Kriminalität los. Nur, besteht die zusammengestellte Eliteeinheit aus ziemlich eigenwilligen Personen. Werden sie dennoch die Helden… Kinostart: 23. September 2021

STORY:

Trauer-Arbeit ist eine einsame Angelegenheit. Entsprechend möchte der gerade heimgekehrte Offizier Markus (Mads Mikkelsen) einfach seine Ruhe haben. Er will möglichst wenig weinen, sich um seine Teenager-Tochter Mathilde kümmern und den Verlust seiner Frau mit viel Bier herunterspülen. Doch diese Rechnung hat er ohne die drei Unglücksvögel gemacht, die vor seiner Tür auftauchen. Der Mathematiker Otto, sein nervöser Kollege Lennart und der exzentrische Hacker Emmenthaler sind sichtlich vom Leben gebeutelt. Allerdings haben sie einen Weg gefunden, dem Schicksal das Handwerk zu legen: Sie können rechnen. Und ihren Berechnungen zufolge starb Markus Frau nicht zufällig. Tatsächlich hat das schräge Trio Indizien, die stutzig machen. Aus zahllosen Details knüpfen sie eine zwingende Beweiskette, an deren Ursprung eine Bande namens Riders of Justice steht. Egal wie unwahrscheinlich ihre Theorie klingt – sie weckt erfolgreich die Rachlust des emotional sonst sparsamen Familienvaters. Otto, Lennart und Emmenthaler tarnen sich vor allem für die ahnungslose Mathilde als Trauer-Therapeuten, üben fleißig den Umgang mit automatischen Waffen und freuen sich auf den Bananenkuchen, wenn das Unrecht erstmal aus der Welt geschafft ist. Denn gemeinsam planen sie nichts weniger als einen Schlag gegen das organisierte Verbrechen – und genießen den Trost einer unerwarteten Gemeinschaft. Doch ganz so einfach gehen Selbstjustiz und Sinnsuche eben nicht zusammen. Schon bald nämlich fällt den Riders of Justice auf, dass ihnen jemand auf der Spur ist. Bis unter die Zähne bewaffnet erzwingen sie einen Showdown, wie man ihn – zum Glück! – nicht erwarten kann.

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Daten zum Film:

Action-Komödie
Dänemark, 2020
mit Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas, Andrea Heick Gadeberg, etc.
Freigegeben ab 16 Jahren*
Laufzeit: Ca. 117 Minuten
Neue Visionen
OT: „Retfærdighedens Ryttere“

* Ich finde diesen Film jetzt nicht unbedingt sehr brutal, auch wenn es haufenweise Morde und Schießereien gibt. Ab 16 ist zwar grundsätzlich vertretbar, aber ein 14-jähriger sollte diesen Film auch vertragen können. 

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Die Haupt-Charaktere:

Mads Mikkelsen
als 
Markus

Andra Heick Gadeberg
als 
Mathilde

Nicholas Bro
als 
Emmenthaler

Nikolaj Lie Kaas
als 
Otto

Darsteller und ihre Rollen:
Mads Mikkelsen: Markus
Nikolaj Lie Kaas: Otto
Andrea Heick Gadeberg: Mathilde
Lars Brygmann: Lennart
Nicolas Bro: Emmenthaler
Gustav Lindh: Bodashka
Roland Moller: Kurt:
Albert Rudbeck Lindhardt: Sirius
Anne Birgitte Lind: Emma
Omar Shargawi: Palle Olesen
u.v.a.

Mads Mikkelsen spielt den Kriegsveteran Markus. Ein großartiger Schauspieler, der im Film „Pusher“ 1996 seinen ersten kleinen Auftritt hatte. Sein filmischer Ursprung und die ersten Erfolge hatte er in seinem Geburtsland Dänemark. Er beschritt aber schnell den Weg nach Hollywood, nach dem er in „Dänische Delikatessen“ (2003) einen super guten Eindruck hinterließ. Auch wenn er bereits mit „Unit One – Die Spezialisten“ (32 Folgen – 2000 bis 2004) schon mal US-Filmluft schnupperte, so schafft er als Tristan in „King Arthur“ (2004) den endgültigen Durchbruch. 2006 war er Teil des James Bond Movies „007: Casino Royale“ und 2011 einer der „Drei Musketiere“. Der nächste Schritt war dann eine seiner Paraderollen Dr. Hannibal Lecter in der Serie „Hannibal“ (39 Folgen – 2013 bis 2015). Aktuell ist er wieder filmisch stark aktiv und neben „Chaos Walking“, erschien kurz zuvor „Der Rausch“ (2020).

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Andrea Heick Gadeberg spielt Mathilde, die dem Zugunglück zwar lebend entkam, aber ihre Mutter verlor. Die Schauspielerin wurde 1998 in Dänemark geboren. Trotz ihres jungen Alters bewies sie bereits großes Schauspiel- und Gesangstalent. Zuletzt nahm sie für ihre Rolle als Mathilde in Anders Thomas Jensens von den Kritikern gefeierter Komödie „Helden der Wahrscheinlichkeit“ den Dänischen Filmpreis als Beste Schauspielerin entgegen. 2019 spielte Gadeberg die Rolle der kleinen Schwester Christina in dem mehrfach ausgezeichneten dänischen Publikumserfolg „Siehst Du den Mond, Daniel“ von Niels Arden Oplev und Anders W. Berthelsen. Ein paar Jahre früher war die Newcomerin in der beliebten Weihnachtsserie „Der Pakt“ (2009) in ihrer ersten Fernsehrolle zu sehen. Auf der Theaterbühne verkörperte Gadeberg 2019 die junge Version der dänischen Rock-Ikone Sanne Salomonsen in der Show „Sanne – The Musical“, wofür sie den Talent Award beim dänischen Theaterpreis Reumert 2020 erhielt. Andrea Heick Gadeberg debütierte 2007 in dem Musical „Annie“ am Fredericia Theater und war bereits im Jahr darauf in „The Sound of Music“ (2008) zu sehen, ebenfalls am Fredericia Theater.  

Sharks Filmreview

Dänische Filme haben vor allem einen ganz besonderen Humor! Genau diesen erwarte ich natürlich auch bei der Actionkomödie „Helden der Wahrscheinlichkeit“. Mit dabei ist Mads Mikkelsen, der eben nicht nur an großen Hollywoodproduktionen teilnimmt, sondern auch für eben diese Filme aus seinem Heimatland zur Verfügung steht. Es ist keine Frage, dass er diesen Produktionen den Hollywood-Stempel verleiht und auch durch seine enorme Schauspielqualität die Klasse eines Movies deutlich anheben kann. Was ich allerdings von diesen Helden erwarten kann, war mir im Vorfeld überhaupt nicht klar und so bin ich relativ unvoreingenommen an diesen Film herangegangen.

Streng genommen beginnt dieser Film eigentlich ziemlich unspektakulär, denn an sieht die verschiedenen Charaktere und bekommt somit eine kleine Einführung. Erst als es dann tatsächlich rumst und das Unglück geschieht, wird vermutlich auch der letzte Kinobesucher aus dem Sitz gesprungen sein. Auch wenn man es ja eigentlich wusste, so kam es dann doch ziemlich überraschend. Es beginnt eine Mischung aus Drama und Komödie, die von Regisseur Anders Thomas Jensen langsam und stetig zur Action geführt wird. Eine interessante Herangehensweise, wie ich finde. Dennoch scheint mir der Film im letzten Drittel ein wenig den Faden zu verlieren und auch, wenn es dann ordentlich zur Sache geht, so fehlt mir irgendwie der letzte Pepp. Schauspielerisch ist rein gar nicht am Cast auszusetzen und Mikkelsen sticht auch nicht sonderlich hervor oder stellt die Kollegen in den Schatten. Besonders gut gefällt mir der makabere Humor einiger Figuren und natürlich, dass es mal ein Actionprogramm ist, bei dem die Helden ganz und gar nicht den Anschein machen, als wären sie ebensolche.

In seiner Heimat wurde dieser Film als Meisterwerk gefeiert, was ich aber nicht zu 100% unterstreichen möchte. Er ist lustig, er ist actionreich und sehr gut anzuschauen. Ich habe ich in der schwedischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln gesehen, was immer ein wenig die Qualität des Schauens mindert, da sich mein Schwedisch stark in Grenzen hält und ich viel lesen musste.  Tatsächlich finde ich, sollte man diesen Film auch im Kino sehen, denn gerade der Showdown am Ende hat hier eine wesentlich bessere Entfaltungsmöglichkeit in Sachen Bild und Ton.

Einzelbewertung:
Story: 6/10
Drehbuch/Dramaturgie: 6/10
Casting/Besetzung: 7/10
Hauptdarsteller: 7/10
Nebendarsteller: 5/10
Schauplätze/Ausstattung: 6/10
Sprache/Dialoge: 6/10
Schnitt: 6/10
Musik: 6/10
Kostüm: 7/10
Make-Up: 5/10
Unterhaltungswert: 5/10
Action: 6/10

Nicht in der Gesamtwertung enthalten:
Filmtitel: 5/10
Synchronisation: 6/10

HaiHaiHaiHaiHaiHaiHaiHaiHaiHai (6 von 10 Sharks)

Nach altem Bewertungssystem 3 von 5 Sharks

Fazit:

Als Meisterwerk, wie einige Kollegen, sehe ich ihn nicht… aber es ist eine sehr skurrile und lustige Unterhaltung mit einem unerwarteten, aber interessanten Showdown.

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Text: The Shark, Neue Visionen
Fotos:  © Neue Visionen
Daten/Infos: Neue Visionen, Wikipedia, IMDb
Video: YouTube – Channel: Movie-Shark – Copyright: Neue Visionen

Der Artikel „Helden der Wahrscheinlichkeit“ enthält Werbung!