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Manchmal merkt man erst, was man vermissen würde, wenn es dann plötzlich nicht mehr da ist. In diesem Fall ist es der Vater des Schriftstellers Alexandre, wobei… irgendwie ist er ja noch da! Zu sehen ab 24. September 2021 auf DVD und Blu-ray Disc!

STORY:

Der erfolgreiche Schriftsteller Alexandre besucht wie jedes Jahr seine Eltern in deren Haus an der bretonischen Küste, um in Ruhe an seinem neuen Roman zu schreiben. Als sein Vater Jacques plötzlich an Herzversagen stirbt, steht Alexandre zunächst unter Schock. Doch schon bald erscheint ihm bei jeder sich bietenden Gelegenheit der Geist seines Vaters, um ihm ungefragt nervige Ratschläge für‘s Leben zu erteilen. Als Alexandre erkennt, dass er der Einzige ist, der den alten Quälgeist hören und sehen kann, zweifelt er zunächst an seinem Verstand. Doch schon bald weiß er die oft schnippischen Einwände seines verstorbenen Vaters zu schätzen, denn er ist tatsächlich drauf und dran, seine Familie zu verlieren, wenn er nicht schleunigst sein Leben umkrempelt. Alexandre macht sich an die Arbeit…

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Daten zum Film:

Familien-Drama/Komödie
Frankreich, 2020
mit Guillaume De Tonquédec, François Berléand, Josiane Balasko, etc.
Freigegeben ab 6 Jahren*
Laufzeit: Ca. 94 Minuten
Square One (Leonine)
OT: „L’Esprit de famille“

*  Bei diesem Film konnte ich nichts entdecken, was gegen eine Altersfreigabe ab 6 Jahren sprechen könnte. Ganz ohne würde ich es allerdings dann doch eher ablehnen, denn schließlich geht es unter Strich auch um Streitigkeiten und den Tod. Damit muss man ganz kleine Kinder nicht unbedingt konfrontieren.

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Die Hauptdarsteller:

Guillaume de Tonquédec
als 
Alexandre

Francois Berléand
als 
Jacques

Josiane Balasko
als 
Marguerite

Jérémy Lopez
als 
Vincent

Darsteller und ihre Rollen:
Guillaume de Tonquédec: Alexandre
François Berléand: Jacques (Vater von Alexandre und Vincent)
Josiane Balasko: Mutter Marguerite (Mutter von Alexandre und Vincent)
Isabelle Carré: Roxane (Frau von Alexandre)
Jérémy Lopez: Vincent (Bruder von Alexandre)
Marie-Julie Baup: Sandrine (Frau von Vincent)
Jules Gauzelin: Max (Sohn von Alexandre und Roxane)
u.a.

Guillaume de Tonquédec spielt den Schriftsteller Alexandre, der sich mit den guten Ratschlägen seines toten Vaters abgeben muss. Der 1966 in Paris geborene Schauspieler ist hauptsächlich in seinem Heimatland bekannt und begann dort auch mit „Erpress – Das geheimnisvolle Foto“ (1986) seine Laufbahn. Weiter ging es mit zahlreichen Produktionen, die auch bei erschienen sind. Z.B. „Die Zwei Leben der Veronika“ (1991), „Drei Leben und ein Tod“ (1996) und „Erzähl mir was vom Regen“ (2008). Bekannt wurde er dann aber insbesondere durch die Serie „Fais pas ci, fais pas ca“ (68 Folgen – 2007 bis 2017) und dem französischen Kassenschlager „Der Vorname“ (2012), der ja auch noch einmal komplett in deutscher Version erschien.

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Francois Berléand spielt den verstorbenen Vater, dessen Geist noch immer um Sohn Alexandre schwirrt. Er ist ein sehr bekanntes Gesicht aus dem französischen Film und konnte auch bei uns und in Hollywood schon mehrfach in Erscheinung treten. So übernahm er die Rolle des Inspector Tarconi in „The Transporter“ (2002) mit Jason Statham. Die 1977 mit „Au plaisir de Dieu“ begonnene Karriere des 1952 in Paris geborenen Actors hat sich im Laufe der vielen Jahre bestens entwickelt. Man kennt ihn auf jeden Fall aus Filmen wie „Väter und andere Katastrophen“ (2012), „Zwei ungleiche Schwestern“ (2004) und natürlich „Die Sch´tis in Paris – Eine Familie auf Abwegen“ (2018).

Sharks Filmreview

Französische Dramen mit einem leichten Hang zur Komödie sind genau mein Ding. Ob früher mit Pierre Richard oder auch später mit Dany Boon, ich amüsiere mich in der Regel köstlich. Ein bisschen eigen, aber immer sehr unterhaltsam. Auch die Geschichte von „Meine geistreiche Familie“ verspricht ebendies und besonders Francois Berléand bringe ich mit guten Produktionen in Verbindung. Auch wenn es das Thema sicherlich schon mal gegeben hat und auch wenn mit Patrick Swayze sicherlich noch mehr Romanze im Spiel war, so spricht mich hier einfach das Gesamtpaket an. Kann es das halten, was es verspricht?

Als Feel-Good-Komödie tituliert, aber in meinen Augen ein Familiendramen mit gelegentlichen lustigen Dialogen. Gelegentlich ist hier allerdings der wohlwollend ausgedrückt. Gelacht habe ich leider sehr wenig und man hat bei dem Film ein wenig das Gefühl, dass sich die Rollen nicht so recht zusammenfügen wollen. Der Bruder und seine Frau sind recht eigenartig und passen auch nicht unbedingt zum Rest des Films. Ebenso tauchen manchmal einfach neue Gestalten auf, die man vorher noch nicht auf dem Schirm hatte. Dadurch bleibt, aus meiner Sicht,  der Regisseur dem Zuschauer noch einiges schuldig. Zu viele offene Fragen, die sich auch gegen Ende nicht auflösen oder zumindest erklären.

Bleibt mir am Ende doch nur das Fazit, eines der schlechteren Werke französischer Filmkunst gesehen zu haben. Zwar sind in der Tat die beiden Hauptfiguren Alexandre und sein Dad noch kleine Lichtblicke und kommen zumindest sehr sympathisch beim Zuschauer an, schaffen es am dann doch nicht, den Film attraktiv werden zu lassen.

HaiHaiHaiHaiHai

Fazit:

Einer der schlechteren Film aus Frankreich. Auch wenn er auf den ersten Blick und in der Beschreibung ganz lustig scheint, so plätschert er größtenteils vor sich hin und winkt am Ende mit der übergroßen Moral-Kelle!

Hier könnt ihr den Film kaufen oder Streamen:

Text: The Shark, Square One (Leonine)
Fotos:  © Square One (Leonine)
Daten/Infos: Square One (Leonine), Wikipedia, IMDb
Video: YouTube – Channel: Square One Entertainment – Copyright: Square One (Leonine)

Der Artikel „Meine geistreiche Familie“ enthält Werbung!