reviewsilentnight

Stellt euch vor, ihr wisst ganz genau, dass die gesamte Menschheit sterben wird. Da Weihnachten vor der Tür steht, kann man auch gleich noch einmal feiern, bevor alle zum kollektiven Suizid ansetzen. Der etwas andere Endzeit-Weihnachtsfilm „Silent Night – und Morgen sind wir tot“ mit Keira Knightley in der Hauptrolle ist ab sofort im Handel.

Homevideo-VÖ: 10. Dezember 2021

STORY:

Ein gemütliches Cottage auf dem Land: Der Baum ist liebevoll geschmückt, ein köstliches Festmahl vorbereitet und der Klang nostalgischer Evergreens erfüllt die Räume. Als Nell (Keira Knightley), Simon (Matthew Goode) und ihr Sohn Art (Roman Griffin Davis) ihre Freunde willkommen heißen, scheint alles bereit für ein perfektes Weihnachtsfest – bis auf die Tatsache, dass alle sterben werden …

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Daten zum Film:

Horrorthriller
GB, 2021
mit Annabelle Wallis, Keira Knightley, Lily-Rose Depp
Freigegeben ab 16 Jahren*
Laufzeit: Ca. 90 Minuten
Capelight Pictures
OT: „Silent Night“

*  Am Anfang noch ein netter Weihnachtsfilm, doch dann kommt die Wahrheit und es wird ehrlich gesagt sehr bedrückend. Eine Freigabe ab 16 Jahren halte ich für absolut gerechtfertigt.

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Die Hauptdarsteller:

Keira Knightley
als 
Neil

Roman Griffin Davis
als 
Art

Matthew Goode
als 
Simon

Darsteller und ihre Rollen:
Keira Knightley: Neil
Matthew Goode: Simon
Roman Griffin Davis: Art
Annabelle Wallis: Sandra
Lily-Rose Depp: Sophie
Sope Dirisu: James
Kirby Howell-Baptiste: Alex
Lucy Punch: Beila
Rufus Jones: Tony
Davida McKenzie: Kitty
u.a.

Keira Knightley spielt Nell, die Gastgeberin der letzten Party. Die britische Schauspielerin wurde 1985 in Teddington geboren und blickt bereits auf eine unglaubliche Karriere. Für „The Imitation Game“ (2014) und „Stolz & Vorurteil“ (2005) wurde sie für den begehrten Oscar nominiert. 1993 startete sie erstmals mit einer Rolle in der TV-Serie „Screen One“ (1 Folge). Mit einem ganz besonderen Film „Kick it like Beckham“ schaffte sie überraschend den weltweitern Durchbruch und Filme wie „Pure“ (2002), „Tatsächlich…Liebe“ (2003), „King Arthur“ (2004) festigten ihren Star-Status in Hollywood. Ein großes Highlight waren natürlich die „Pirates of the Caribbean“-Filme in der Rolle der Elizabeth Swann. Knightley verdanken wir zahlreiche Blockbuster wie z.B. „Abbitte“ (2007), „Anna Karenina“ (2012), „Colette“ (2018), „Niemandsland – The Aftermath“ (2019) u.v.a.

Roman Griffin Davis spielt einen der Söhne von Nell und Simon. 2007 in England geboren, hatte er gleich bei seinem Debüt in „Jojo Rabbit“ (2019) einen fulminanten Einstieg. „Silent Night“ ist nun seine zweite Produktion und sicher werden noch einige weitere folgen.

Matthew Goode spielt den Vater von Art und Ehemann von Nell. Der in Exeter, England im Jahr 1978 geborene Schauspieler trat in den letzten Jahren in einigen Blockbuster-Serien in Erscheinung. So war er einer der Castmember in „A Discovery of Witches“ (19 Folgen – 2018 bis 2022) und „Good Wife“ (28 Folgen – 2014 bis 2015). Als Henry Talbot war er in der beliebten TV-Serie „Downton Abbey“, die auch später als Spielfilm in den Kinos lief, zu sehen. 2002 begann bei der Disney-Serie „The Wonderful World of Disney“ seine Karriere mit einer Episoden-Hauptrolle. Er spielte bislang in Spielfilmen wie „Match Point“ (2005), „Klang der Stille“ (2006) und „Official Secrets“ (2019). Aktuell steht er für „The Offer“ einer TV-Mini-Serie vor der Kamer und kommt 2022 mit „The King´s Man – The Beginning“ als Morton auf die Kinoleinwand.

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Ist es eigentlich Zufall oder haben die Filmemache eine Ader zur Verschwörungstheorie entwickelt. Gut, vielleicht auch einfach nur die Gunst der Stunde genutzt und das aktuelle Thema aufgegriffen. Worauf ich hinaus will, fragt ihr euch sicher… ganz einfach: Auch in diesem Film (wie schon in vielen anderen der letzten Zeit) gibt es zwar ein Hauptthema, doch zwischen den Zeilen wird heimlich still und leise Kritik an der Politik bzw. der Regierung geäußert. So auch hier, wenngleich total unterschwellig. Was hier so harmlos beginnt und nach einer Zusammenkunft von langjährigen Freunden aussieht, wird zur totalen Endzeitstimmung. Es ist nicht richtig Horror und auch nicht so richtig Thriller, eher so ein Mittelding. Allein die Vorstellung, dass die Menschheit genau weiß, wann sie sterben wird, ist schon ein krasses Thema und manchmal muss man sich schon fragen, ob das nicht irgendwann vielleicht sogar mal bittere Realität werden könnte.

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Ich will aber nicht in die Zukunft schauen, sondern noch ein wenig mehr auf die Story in diesem Film eingehen. Ehrlich gesagt war mir am Anfang noch überhaupt nicht klar, welche Richtung das alles einnehmen wird. Nachdem erst einmal die Protagonisten, die jeweils ihre eigenen Story haben und völlig unterschiedlich sind, vorgestellt werden, wird erst einmal ziemlich belanglos auf das bevorstehende Fest hingearbeitet. Kleine Zwistigkeiten stören zwar hin und wieder die Ruhe, doch scheint alles noch sehr harmonisch. Für meinen Geschmack ein wenig zu harmonisch, denn dadurch kam beim Schauen auch ein wenig Langeweile auf. Es war schleppend und nur der herausragenden Keira Knightley zuschauen, konnte es dann auch nicht entscheidend verbessern. Irgendwann, spätestens nachdem die Endzeit eingeläutet war, kam dann ein wenig mehr Schwung auf, doch den richtigen Pepp der Geschichte habe ich weiterhin vermisst. Einen wirklichen Bezug zu den restlichen Schauspielern konnte ich auch nicht aufbauen und so war es mir schließlich auch fest schon ein bisschen egal, ob alle sterben werden oder nicht.

Insgesamt auf jeden Fall kein Totalausfall, aber auch nicht unbedingt das, was ich mir von dem Film erhofft hatte. Die Location ist toll und auch die Dialoge manchmal recht lustig. Einige Nebenhandlungen finde ich daneben, andere wiederum ganz passend. Wenn man aber Weihnachten mal nicht nur seichte Unterhaltung sehen möchte, kann man ihn anschauen, aber es gibt durchaus bessere Filme, die das Fest der Liebe zu einem Endzeit- bzw. Actionspektakel werden lassen.

HaiHaiHaiHai

Fazit:

Nette Idee für einen Film, aber kein Produkt, welches man unbedingt gesehen haben muss. Keira Knightley konnte noch einiges retten, während die anderen Darsteller eher belanglos und langweilig vor sich hin spielten. Es gibt weitaus bessere Action/Horror-Alternativen in Weihnachtsoptik.

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Text: The Shark, Capelight Pictures
Fotos:  © Capelight Pictures
Daten/Infos: Capelight Pictures, Wikipedia, IMDb
Video: YouTube – Channel: Movie-Shark – Copyright: Capelight Pictures

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