pandemie

Es wird vermutlich das Wort des Jahres! Nachdem der Film im August in den deutschen Kinos anlief, war man noch ziemlich sicher, dass es bald vorbei ist. Jetzt im Oktober erscheint er nun auf DVD und BluRay… und das Thema ist aktueller denn je. Die südkoreanische Produktion beschäftigt sich allerdings nicht mit Covid-19 sondern mit der Vogelgrippe. Homevideostart:  02. Oktober 2020.

STORY:

Nur 20 Kilometer von der koreanischen Metropole Seoul entfernt bricht in der Stadt Bundang ein tödliches Virus aus, das sich durch die Luft verbreitet. Die hochansteckende Krankheit führt innerhalb von nur 36 Stunden zum Tod. Nachdem die Regierung drastische Quarantänemaßnahmen verordnet, eskaliert die Lage unter den eingepferchten Bewohnern Bundangs. Inmitten der öffentlichen Panik müssen die Ärztin Kim In-hye und der Rettungssanitäter Jigu den Ursprung des Virus finden, damit ein Gegenmittel entwickelt werden kann. Es wird ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit, denn im Chaos aus Tod und Gewalt droht das Militär, auch unter dem diplomatischen Druck der USA, mit einer schrecklichen Notlösung.

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Daten zum Film:

Inspiriert von einer wahren Begebenheit
mit Hyuk Jang, Soo Ae, u.v.a.
Laufzeit: Ca. 122 Minuten
Südkorea, 2013
Freigegeben ab 16 Jahren
Verleih: Busch Media
(OT: Gamgi)

PANDEMIE (Originaltitel: Gamgi) ist ein visionärer Katastrophenfilm, dessen Grundidee die aktuelle Corona-Krise in beklemmender Weise prophezeite und mit dramatischen Wendungen in einen packenden Thriller verwandelte. Verantwortlich für PANDEMIE ist unter anderem der koreanische Erfolgsproduzent Tae-sung Jeong. Zu seiner Filmografie zählen die preisgekrönten Meisterwerke Die Taschendiebin (Gewinner des BAFTA Award) und der ebenso hochgelobte The Host. Darüber hinaus produzierte er Snowpiercer und die aktuelle Snowpiercer-Netflix-Serie von Regisseur Bong Joon Ho, der spätestens nach seinem aktuellen Oscar-Erfolg mit Parasite in aller Munde ist.

Sharks Filmreview

Es ist ein schwieriges Thema und man wird ja unweigerlich Tag für Tag, Stunde um Stunde damit konfrontiert. Wikipedia sagt: Pandemie bezeichnet eine länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung einer Krankheit, im engeren Sinn die Ausbreitung einer Infektionskrankheit.

In dem Film „Pandemie“ geht es allerdings um die südkoreanische Stadt Bundangs, nahe der Hauptstadt Seoul. Der Titel ist somit ein wenig irreführend, denn es gilt eine Ausbreitung über die Stadtgrenzen hinaus zu verhindert. Von Pandemie kann also streng genommen noch gar nicht die Rede sein. Wer nicht gerade perfekt koreanisch spricht, der wird auf die synchronisierte Fassung zurückgreifen müssen und leider ist schon nach wenigen Dialogszenen klar, dass hier schon ein erster Schwachpunkt aufkommt. Man muss sich zunächst erst einmal mit einer etwas längeren Vorgeschichte anfreunden, die zielsicher schon ein vorhersehbares Ende dieses Handlungsstranges prognostiziert.

Gut haben mir die ersten Szenen der Virusausbreitung gefallen, da hier die schnelle und hohe Wahrscheinlichkeit der Ansteckung gezeigt wurde. Ok, ausgenommen die in Zeitlupe fliegenden kleinen Tröpfchen, die fortan nahezu jedes Niesen der Protagonisten begleitete. Als die Vogelgrippe erst einmal richtig in Schwung kommt, wird der Film vom „Viren-Katastrophen-Film“ eher zu einem politisch orientierten Bürgerkriegsdrama mit angehender Liebesgeschichte. Krasse Szenen, keine Frage, aber auch hier wurde leider ein wenig an Effekten und CGI gespart, so dass sie unwirklich erscheinen und damit auch den Großteil an Wirkung für mich verlieren.

Das große Finale beinhaltet dann eine Szene, die für mich zwar irgendwie den Film rettet, aber so voller Klischee steckt, dass es gleichzeitig auch zu einem bisschen lächerlichen Schmunzeln verleitet.

HaiHaiHaiHaiHai

In einem Satz:

Südkoreanisches Katastrophendrama mit politisch orientierten Phasen und einer Liebesgeschichte, was unter dem Strich in der Mittelmäßigkeit entschwindet.

Die Cast/Darsteller:

Hyuk Jang: Kang Ji-goo
Soo Ae: Kim In-hae
Park Min-ha: Kim Mi-reu (kleines Mädchen)
Yoo Hae-jin: Bae Kyung-ub
u.a.

Hyuk Jang trat zum ersten Mal im Jahr 2004 im Film „Windstruck“ von Kwak Jae-yong so richtig in Erscheinung, obwohl er bereits seit 1998 im Filmgeschäft tätig ist. In seiner Heimat ist er auch durch zahlreiche TV-Produktionen bekannt geworden. Ein internationaler Durchbruch lässt allerdings noch auf sich warten.

Soo Ae ist, wie auch ihr männlicher Kollege in Südkorea durch zahlreiche Filme und TV-Produktionen bekannt geworden. 2004 spielte sie im Film „A Family“ und hatte sehr gute Kritiken in „Sunny“ aus dem Jahr 2008.

Park Min-ha ist das zuckersüße Mädchen im Film und ein echtes Goldstück. Leider gibt es über sie noch nicht viel zu berichten, aber ich hoffe doch sehr, dass sie ihren Weg in der Filmwelt bestreiten wird. Das Talent ist jedenfalls unverkennbar.

Wissenswertes über den Film "Pandemie"

Der Film ist eigentlich schon ganz schön in die Jahre gekommen, doch war er bislang für den deutschen Markt scheinbar nicht so relevant. Erst durch die allgemeine Covid-19 Situation weltweit, erhält die Produktion eine unvorhersehbare Relevanz. Am 14. August 2013 feierte er in Südkorea Premiere und erreichte eine Besucherzahl von 3,1 Millionen Kinofans. Um ihn aktuell noch attraktiver zu machen, hat man vermutlich den Titel „Pandemie“ gewählt, obwohl die wörtliche Übersetzung des Originaltitel eigentlich „Grippe“ bedeutet  und darum geht es ja auch im Film.

Streng genommen müsste der Film eher „Epidemie“ heißen, denn wie oben bereits erwähnt, hat das Ganze mit einer Pandemie nichts zu tun. Laut Wikipedia sagt der Verleihchef von Busch Media, dass man sich am französischen Namen „Pandémie“ orientiert habe.

Fazit:
Ich habe mich über den Film gefreut, da es in der letzten Zeit wirklich viele gute Produktion aus Südkorea gab und spätestens seit „Parasite“ war ich vollends überzeugt. Leider ist „Pandemie“ für mich eher ein Rückschritt und schon allein die fehlerhafte Bezeichnung halte ich für grenzwertig. Schade… aber vielleicht kommt ja bald aus Asien wieder ein besserer Film.

Text: The Shark, Busch Media
Fotos: Busch Media
Daten/Infos zum Film: Busch Media
Video: YouTube – Channel: MovieShark – Copyright: Busch Media

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